In Basel, der charmanten Stadt am Rhein, gibt es Neuigkeiten, die das politische Leben der Region betreffen. Myriam Ackermann, eine bekannte Persönlichkeit in den Parlamentsdiensten, sagt nach 17 Jahren „Adieu“. Ihr Ruhestand beginnt Ende April, und damit geht eine Ära zu Ende. In ihrer Zeit im Dienst fanden stolze 325 Sessionssitzungen statt, in denen sie an der Bearbeitung von 3562 Plenumsgeschäften mitwirkte. Eine beeindruckende Bilanz, wenn man bedenkt, dass sie an 8227 Seiten Sessionsprotokollen gearbeitet hat. Das sind ganz schön viele Seiten – und sicherlich auch viele Tassen Kaffee.

Besonders bemerkenswert ist, dass sie das Aktuariat bei rund 120 Sitzungen der Bildungs- und Kulturkommission führte. Ihre Aufgabe war es, die Protokolle der Kantonsratssitzungen zu verfassen und die Sitzungsgeldabrechnung des Kantonsrats zu erstellen. Man könnte sagen, sie war das Rückgrat der parlamentarischen Arbeit. Ihre hilfsbereite Art und der unermüdliche Einsatz für die reibungslose Ausführung der parlamentarischen Abläufe wurden von vielen geschätzt. Humorvoll, wie sie war, brachte sie oft ein Lächeln in den grauen Alltag der Politik.

Ein Abschied mit Dankbarkeit

Die Parlamentsdienste selbst haben sich in einem herzlichen Dankeschön für die unermüdliche Arbeit von Ackermann ausgesprochen. Sie war eine Stütze, ein Lichtblick in vielen Sitzungen, und das wird nicht nur von ihren Kollegen, sondern auch von den Bürgerinnen und Bürgern, die die parlamentarische Arbeit verfolgen, anerkannt. Die Solothurner Zeitung hat bereits einen Artikel über ihr Ausscheiden veröffentlicht, was zeigt, wie sehr sie geschätzt wurde.

Doch wie funktioniert eigentlich das parlamentarische Gesetzgebungsverfahren in der Schweiz? Es hat viele Parallelen zu dem, was im Deutschen Bundestag passiert. Dort zum Beispiel wird öffentlich verhandelt – das ist wie ein offenes Buch für alle Bürger. Ein Gesetzentwurf durchläuft in der Regel mehrere Lesungen, und die Detailarbeit wird in den Fachausschüssen geleistet. Das Plenum, also die Gesamtheit der Abgeordneten, spielt dabei eine zentrale Rolle. Nach den Beratungen im Ausschuss wird dann der Gesetzentwurf im Plenum diskutiert und schließlich abgestimmt. Ohne die Mehrheit der Stimmen ist es vorbei – so einfach ist das.

Wenn wir uns zurück zu Myriam Ackermann wenden, wird deutlich, dass ihr Beitrag zur parlamentarischen Arbeit nicht nur Zahlen und Protokolle sind. Es sind die Erinnerungen, die sie hinterlässt, die von Bedeutung sind. Sie hat nicht nur die Sitzungen dokumentiert, sondern auch ein Stück Menschlichkeit in die oft trockenen Abläufe der Politik gebracht. Ihre Abwesenheit wird definitiv spürbar sein – und das nicht nur in den Parlamentsdiensten. Es ist der Verlust eines vertrauten Gesichts, das viele Jahre lang die politische Landschaft mitgestaltet hat.

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