Am 19. Mai 2026 versammelten sich 47 Frauen in Neuendorf zur Delegiertenversammlung des katholischen Frauenbunds Solothurn. Die Atmosphäre war herzlich und einladend, getragen von der hervorragenden Organisation der Frauengemeinschaft Neuendorf. Ein großes Dankeschön geht an die Gastgeberinnen für ihre Gastfreundschaft, die die Veranstaltung zu einem besonderen Erlebnis machte. Die Bürgergemeinde hatte sich nicht lumpen lassen und verwöhnte alle Anwesenden mit köstlichen Desserts, die den Nachmittag versüßten.

Ein musikalisches Intermezzo mit Alphornklängen sorgte für eine stimmungsvolle Umrahmung. Inmitten dieser fröhlichen Zusammenkunft gab es auch einen wichtigen Moment: Edith Hänggi trat nach 24 Jahren als Revisorin zurück. Sabine Rütti wurde als ihre Nachfolgerin gewählt. Alle Anträge und Geschäfte wurden einstimmig genehmigt – ein Zeichen für den Zusammenhalt und die Entschlossenheit der Frauen, die sich für ihre Anliegen einsetzen.

Ein Blick über die Grenzen

Katharina Jost Graf, Co-Präsidentin des Frauenbund Schweiz, war als Gast anwesend und berichtete von laufenden Geschäften und Projekten. Es wird immer klarer, wie wichtig es ist, dass Frauen auf den verschiedenen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens Gehör finden. Ein Ausblick auf eine geplante Reise im nächsten April erweckte bereits Vorfreude auf neue Begegnungen und Erlebnisse. Der Vorstand des Frauenbundes freut sich auf kommende Anlässe, die viele Teilnehmerinnen anziehen sollen – und das ist auch gut so!

Doch nicht nur in Solothurn wird über Frauenrechte gesprochen. Bei der Delegiertenversammlung des KDFB Diözesanverbandes am 17. Mai 2025 in Augsburg, einem Pendant in Deutschland, war das Thema die zunehmende Rechtsentwicklung und deren Auswirkungen auf die Rechte von Frauen. Mehr als 200 Delegierte, Ersatzdelegierte und Gäste waren dabei, als Pfarrer Thomas Schwartz in der Ulrichsbasilika die aktive Rolle von Frauen in der Kirche betonte. Dies zeigt, wie wichtig der Austausch über die Grenzen hinweg ist, um die Herausforderungen, vor denen Frauen stehen, gemeinsam zu meistern.

Eine spannende Rede hielt Prof.in Dr. Katrin Degen, die über die Gefährdung von Frauenrechten durch rechtsextreme Strömungen sprach. Hier wird deutlich, dass antifeministische Bewegungen oft auch mit Rassismus und Antisemitismus verknüpft sind. Der KDFB startete die Kampagne „Starke Frauen – Starke Demokratie“, um politische Teilhabe zu unterstützen und geschlechtsspezifische Gewalt zu bekämpfen. Das sind wichtige Schritte in eine gerechtere Zukunft.

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Engagement für Frauenrechte

In der Mitgliederversammlung des Deutschen Frauenrats, die am 22./23. Juni 2024 stattfand, wurde ebenfalls über grundlegende Fragen diskutiert. Hier ging es unter anderem um den Antrag zur Positionierung des DF zu „§ 218 StGB“. Die AG Kath, ein Netzwerk katholischer Frauenverbände, hob die Bedeutung einer transparenten und sachlichen Debatte hervor. Solche Diskussionen sind ausschlaggebend, um die unantastbare Würde des ungeborenen Lebens zu wahren und gleichzeitig Frauen die Möglichkeit zu geben, informierte Entscheidungen zu treffen.

In diesem Kontext ist es wichtig, dass Frauen unabhängig von ihrer Herkunft und sozialen Lage die Unterstützung erhalten, die sie für ihre Entscheidungen benötigen. Die Forderungen nach einer besseren Versorgungslage und dem Recht auf Beratung sind essenziell. Hier zeigt sich, dass es in vielen Bereichen noch viel zu tun gibt – und dass der Zusammenhalt unter Frauen, egal wo sie sich befinden, entscheidend ist.

Die Delegiertenversammlung in Neuendorf war also nicht nur ein Treffen, sondern ein lebendiger Austausch über die Herausforderungen und Errungenschaften, die Frauen im Jahr 2026 begleiten. Von musikalischen Einlagen bis hin zu tiefgründigen Diskussionen – es war ein Tag, der auf eindrucksvolle Weise die Kraft der Frauenbewegung verdeutlichte.