In der kleinen, aber feinen Stadt Grenchen wird in den nächsten Jahren ordentlich gewerkelt. Das Bundesamt für Strassen (Astra) hat große Pläne für die Umgestaltung der Autobahnausfahrt Grenchen, und das soll bis 2032 abgeschlossen sein. Man kann sich vorstellen, dass hier einiges an Verkehr zusammenkommt – täglich rollen rund 30.000 Fahrzeuge über diesen Knotenpunkt. Vor allem während der Spitzenzeiten wird der Verkehr zur Geduldsprobe. Rückstaus auf der Autobahn sind dabei keine Seltenheit, und wir alle wissen, wie nervenaufreibend das sein kann.
Die Umgestaltung wird ein echtes Highlight: Ein Bypass sorgt für eine direkte Verbindung zur Archstrasse, was den Verkehrsfluss enorm verbessern sollte. Und das ist noch nicht alles – eine separate Brücke für Fußgänger und Velofahrer wird ebenfalls gebaut, was für mehr Sicherheit im Langsamverkehr sorgt. Die beiden Kreisel des Verkehrsknotens sollen zudem 360 Grad befahrbar werden. Das klingt nach einer echten Entlastung für die Autofahrer und Radler gleichermaßen. Für die Ausfahrtsrampe von Biel in Richtung Arch ist ebenfalls eine Verbreiterung geplant – damit es nicht mehr so knubbelig wird.
Details zum Projekt
Das Ausführungsprojekt wird zwischen dem 11. Juni und dem 10. Juli 2026 auf der Baudirektion der Stadt Grenchen zur Einsichtnahme aufgelegt – also gleich mal den Kalender zücken! Der Kanton Solothurn hat sich auch nicht lumpen lassen und führt eigene, fortführende Projekte im Norden und Süden durch. Im Norden wird ein weiterer Bypass zur Verbindung der Archstrasse mit der Flughafenstrasse gebaut. Im Süden wird die Veloweg-Führung optimiert, um sie an die neue Brücke über die Autobahn anzupassen. Ein echter Gewinn für alle, die sicher und schnell von A nach B kommen wollen.
Doch das ist nicht das einzige Thema, das uns zurzeit bewegt. Auf der A5 zwischen Luterbach und Lengnau müssen wir uns aufgrund von Budgetknappheit auf Verschiebungen bei den Baustellen einstellen. Das wirft die Frage auf, wie lange wir noch mit Verkehrsbehinderungen rechnen müssen. Auch auf der A1 wird fleißig gearbeitet – in der Nacht wird auf der Aarebrücke geschraubt, um den sechsspurigen Ausbau voranzutreiben. Man kann also sagen, dass die Baustellenzeit in der Region derzeit voll im Gange ist.
Die großen Zusammenhänge
Interessant sind die übergeordneten Projekte, die im Rahmen der Vernehmlassungsvorlage «Verkehr ‘45» ins Leben gerufen wurden. Ziel dieser Initiative ist es, die Kapazitäten auf der Schiene zu erhöhen und Engpässe auf der Nationalstrasse zu reduzieren. Der Bundesrat plant, den Infrastrukturausbau über alle Verkehrsträger hinweg zu bündeln. Das könnte langfristig zu einem spürbaren Rückgang von Staus und Rückstaus führen. Die Investitionen in die Bahninfrastruktur bis 2030 sind auch nicht zu verachten – hier fließen rund 3 Milliarden Franken in Verbesserungen, die unseren öffentlichen Verkehr auf Vordermann bringen sollen.
Die Zukunft des Verkehrs in der Schweiz sieht also vielversprechend aus, auch wenn wir uns derzeit durch einige Baustellen und Verkehrsbehinderungen kämpfen müssen. Das Projekt in Grenchen könnte ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung sein. Und wer weiß – vielleicht können wir schon bald die frische Luft der neu gestalteten Verkehrswege genießen, ohne dabei im Stau zu stehen.