Heute ist der 21.07.2026 und die Situation im Kanton Schwyz zeigt, wie ernst die anhaltende Trockenheit geworden ist. Die Behörden haben die Regeln für Wasserentnahmen aus öffentlichen Gewässern verschärft. Das klingt drastisch, ist aber leider notwendig. Nur noch Wasserabnahmen für die Bewässerung landwirtschaftlicher Spezialkulturen sind erlaubt. Wenn man durch die Dörfer schlendert, merkt man, dass die Menschen sich schon längst an die neuen Gegebenheiten angepasst haben. Private Pumpen sind weiterhin verboten – da bleibt den Hobbygärtnern nur die gute alte Gießkanne oder der Eimer, um ihre Pflanzen zu retten.

Die Seen und die Linth sind von diesen Regelungen nicht so stark betroffen, solange ausreichend Wasser vorhanden ist. Ein kleiner Lichtblick in dieser trostlosen Zeit. Dennoch ist die Bevölkerung aufgefordert, Wasser zu sparen – und das auf vielen Ebenen. Rasen und Grünflächen bleiben trocken, Gärten werden nur gezielt und sparsam gegossen, und das Reinigen von Fahrzeugen mit Trinkwasser ist tabu. Wer einen Swimmingpool hat, sollte vielleicht lieber auf das Befüllen verzichten.

Ein Aufruf zur Achtsamkeit

Der Kanton hat ein Gesuchsformular und ein Merkblatt für temporäre Wasserentnahmen auf seiner Website bereitgestellt – und das ist auch gut so. Immerhin kann man in Zeiten wie diesen nicht genug Unterstützung haben. Ein Sonderstab überwacht die Gewässer- und Grundwassersituation, um Wasserstände, Abflussmengen und Wassertemperaturen im Auge zu behalten. Aber wie lange kann das gutgehen? Flächendeckende, langanhaltende Niederschläge sind für eine nachhaltige Entspannung der Lage notwendig, aber die sind momentan nicht in Sicht.

Vor diesem Hintergrund wird die Vision für einen stabilen Landschaftswasserhaushalt immer wichtiger. Eine Schwammlandschaft, die Wasser aufnehmen, speichern und langsam abgeben kann, ist der Schlüssel zur Klimaanpassung, nachhaltigen Landwirtschaft und Hochwasserschutz. Es gibt viele Maßnahmen, die ergriffen werden müssen, um mehr Wasser in der Fläche zu halten. Beispielsweise durch angepasste Flächenbewirtschaftung oder die Schaffung von Raum für Flüsse. Das klingt alles sehr technisch, aber die Grundidee ist einfach: Wir müssen lernen, besser mit Wasser umzugehen!

Ein Beispiel dafür ist die konservierende Bodenbearbeitung. Sie schont nicht nur die Bodenstruktur, sondern verbessert auch die Wasseraufnahme und -speicherung. Wer hätte gedacht, dass man mit so einfachen Mitteln die Fruchtbarkeit des Bodens steigern und gleichzeitig den Bedarf an Düngemitteln reduzieren kann? Ein wahrer Gewinn für die Umwelt – und für uns alle.

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In diesen herausfordernden Zeiten ist jeder von uns gefragt, einen Beitrag zur nachhaltigen Gestaltung der Zukunft unseres Wassers zu leisten. Also, lasst uns gemeinsam achtsam sein und die Ressourcen, die wir haben, schützen – denn Wasser ist ein kostbares Gut und ein Lebenselixier. Wer weiß, vielleicht gibt es ja bald wieder genug Regen, um die Landschaft zum Blühen zu bringen.