Heute ist der 6.06.2026 und die Wogen im Kanton Schwyz schlagen hoch. Ein viraler Post von Steven Diethelm, einem Wildhüter und Betreiber einer Greifvogelpflegestation, hat die Gemüter erhitzt. Darin berichtet er von zwei vergifteten Steinadlern, die an vergiftetem Ziegenfleisch verendet sein sollen – Fleisch, das angeblich für Wölfe ausgelegt wurde. Dass der Kanton in dieser Sache möglicherweise etwas vertuscht, scheint die Spekulationen nur weiter anzufeuern. Die Diskussion hat bereits mehr als 1.000 Kommentare in sozialen Medien nach sich gezogen! Was ist da nur los in der schönen Natur der Schweiz?
Remo Bianchi, Vorsteher des Amts für Wald und Natur, hat zwar einen Vergiftungsfall aus dem Jahr 2016 bestätigt, doch das gezielte Auslegen von Giftködern für Wölfe kann der Kanton nicht bestätigen. Und das ist nicht das einzige Problem: Im Dezember 2024 wurden bei Pfäffikon SZ Drahtschlingen entdeckt, die von zwei Männern installiert wurden, um Wildtiere zu fangen. Sogar eine Geldstrafe für einen Hobby-Jäger, der illegal eine Gämse erlegt hat, ist da nur die Spitze des Eisbergs. Die Vorfälle werfen ein schiefes Licht auf den Wildtierschutz im Kanton, der schon seit Jahren in der Kritik steht.
Ein Muster von Wilderei und Straflosigkeit
Der Steinadler, ein majestätischer Vogel und in der Schweiz streng geschützt, sieht sich nicht nur durch Vergiftungen, sondern auch durch illegale Abschüsse bedroht. So entdeckten Mitglieder von CHWOLF im Oktober 2025 illegale Anfütterungen, die für die Wolfsjagd vorgesehen waren. Und das alles, während der Kanton plant, eine staatliche Kopfgeldregelung für Wölfe einzuführen – was, ganz ehrlich gesagt, gegen bestehendes Recht verstoßen würde. Irgendwie klingt das wie ein gefährliches Spiel mit dem Feuer, nicht wahr?
Die Vorfälle zeugen von einem weitreichenden Muster, das sich über Jahre hinweg erstreckt: Wilderei, illegale Jagdpraktiken und die Straflosigkeit, die damit einhergeht. Der Fall der vergifteten Steinadler ist nur eine von vielen Facetten, die die Problematik um den Wildtierschutz im Kanton Schwyz beleuchten. Das Auslegen von Giftködern ist in der Schweiz verboten, und dennoch scheint es, als ob einige sich nicht daran halten.
Der Kanton steht vor einer kniffligen Herausforderung. Während er darüber nachdenkt, die Hobby-Jagd auf Wildschweine auszuweiten und die Regulierung von Beutegreifern wie Wolf und Luchs durch Hobby-Jäger zu diskutieren, fragen sich viele: Was ist der Preis für solche Maßnahmen? Und wie weit sind wir bereit zu gehen, um das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur zu bewahren?
In der Zwischenzeit bleibt der Steinadler ein Symbol für den Wildtierschutz und die Herausforderungen, die damit verbunden sind. Die Stimmen derjenigen, die für eine bessere Regulierung und den Schutz unserer Wildtiere eintreten, werden lauter – und das ist gut so. Es bleibt zu hoffen, dass der Kanton Schwyz endlich die nötigen Schritte einleitet, um die Natur zu schützen und die Wildtiere zu bewahren.