Schwyz entscheidet sich für dezentrale Integration: Ein Schritt in die Zukunft der Flüchtlingsunterbringung
In Schwyz tut sich was – und das ist nicht nur ein leeres Gerede. Der Bezirksrat Einsiedeln hat sich entschieden, die dezentrale Unterbringung von Asyl- und Flüchtlingspersonen beizubehalten. Diese Entscheidung wurde durch eine externe Vergleichsstudie der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) untermauert, die sich mit verschiedenen Unterbringungsformen auseinandersetzte. Es gibt also handfeste Gründe für diesen Kurswechsel.
Die Studie hat einige spannende Aspekte untersucht: Kosten, Integration, Betreuung sowie wohnpolitische und städtebauliche Fragen standen auf dem Prüfstand. Die Ergebnisse? Die dezentrale Unterbringung in Mietwohnungen und bezirkseigenen Liegenschaften hat sich als insgesamt zweckmässig herausgestellt. Containerlösungen, die ja oft als schnelle und kostengünstige Alternative gehandelt werden, schneiden nicht so gut ab. Sie bieten voraussichtlich keine Kostenvorteile und haben zudem Nachteile in der Betreuung und Integration der untergebrachten Personen. Ein weiterer Punkt: Der Einfluss der dezentralen Unterbringung auf den lokalen Wohnungsmarkt ist begrenzt. Wenn in Zukunft Bedarf an Wohnraum besteht, sollten Holzbau oder der Erwerb zusätzlicher Liegenschaften in Betracht gezogen werden.
Die Rolle des Bezirksrates
Der Bezirksrat hat nun die Aufgabe, über das weitere Vorgehen zur Initiative zu entscheiden, nachdem die Studie veröffentlicht wurde. Ein interessanter Punkt: Bezirksrat Daniel Kälin trat während der Beratung und Beschlussfassung in den Ausstand. Man fragt sich, was für Gedanken ihn dazu bewegt haben. Vielleicht war es die Schwere der Entscheidung oder einfach der Wunsch, Neutralität zu wahren – wer weiß das schon?
Doch was macht die dezentrale Unterbringung so attraktiv? Es könnte an dem Ansatz liegen, dass die Integration in die Gesellschaft gefördert wird. In einer Mietwohnung lebt man unter Einheimischen, hat Kontakt zur Nachbarschaft und kann sich leichter in die Gemeinschaft einfügen. Das ist für viele Asylbewerber und Flüchtlinge ein großer Vorteil. Integration ist schließlich kein leeres Wort, sondern ein Prozess, der Zeit und Raum braucht.
Ein Blick über die Grenze
Wenn wir schon von Integration sprechen, lohnt sich ein Blick nach Bayern. Dort wurde 2015 der Wohnungspakt Bayern ins Leben gerufen, ein Maßnahmenpaket, das auf preisgünstigen Wohnungsbau setzt. Die drei Säulen des Paktes umfassen unter anderem ein staatliches Sofortprogramm, das die Errichtung von rund 40 staatlichen Wohnanlagen für anerkannte Asylbewerber und Flüchtlinge zum Ziel hat. Hierbei wird sogar ein Drittel der Wohnungen für heimische Bedürftige reserviert. Ein solches Konzept könnte auch für Schwyz von Interesse sein.
Die Bayerische Wohnraumförderung beinhaltet zudem Programme, die die Modernisierung von Mietwohnungen unterstützen und die Wohnverhältnisse verbessern sollen. Ein Ansatz, den der Bezirk Einsiedeln vielleicht als Vorbild nutzen könnte. Wer weiß, vielleicht inspiriert der Blick über die Grenze zu neuen Ideen, die die Wohnsituation für alle verbessern könnten. Ein bisschen Inspiration kann nie schaden!
Das Thema bleibt auf der Tagesordnung, und das ist auch gut so. Schließlich geht es hier nicht nur um Zahlen und Statistiken, sondern um Menschen, die ein neues Zuhause suchen. Die Entscheidung des Bezirksrates ist ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn der Weg noch weit ist. Aber hey, die besten Dinge brauchen Zeit, oder?
