Heute ist der 30.04.2026 und wir blicken auf ein spannendes Thema, das uns verstärkt beschäftigt: die Asiatische Hornisse. Dieses faszinierende Insekt, auch bekannt als Vespa velutina nigrithorax, ist in der Schweiz und insbesondere im Kanton Schwyz auf dem Vormarsch. Ihre dunkle Färbung mit feinen gelben Streifen macht sie unverwechselbar, und ihre gelben Füße haben ihr den Namen „Asiatische Gelbfuß-Hornisse“ eingebracht. Im Vergleich zur heimischen Europäischen Hornisse ist sie kleiner und hat eine schwarz-braune Brust sowie ein gelbes Gesicht mit einer orange-gelben Stirnzeichnung.

Erstmals wurde die Asiatische Hornisse 2017 im Kanton Jura gesichtet und hat sich seither in mehreren Westschweizer Kantonen ausgebreitet. Erfahrungen aus Nachbarländern zeigen, dass trotz aller Bemühungen eine vollständige Eliminierung der Asiatischen Hornisse nicht möglich ist. Daher liegt der Fokus darauf, ihre Ausbreitung zu verlangsamen, solange sie noch relativ selten ist. Besonders effektiv ist die Bekämpfung der Primärnester, die von der Hornissenkönigin im Frühling angelegt werden. Diese Nester, die zu Beginn golfball- bis tennisballgroß sind, werden oft bodennah gebaut, während die größeren Sekundärnester, die bis zu einem Meter Durchmesser erreichen können, sich häufig hoch in Baumkronen befinden.

Lebensweise und Nahrungsaufnahme

Das Hornissenjahr beginnt für die befruchteten Jungköniginnen im Frühjahr, wenn sie einen geeigneten Nestplatz suchen. Sie sind bereits bei Temperaturen von etwa 15 Grad Celsius aktiv und zeigen sich früher als die europäischen Verwandten. Nach dem Schlupf der ersten Arbeiterinnen wird das Primärnest vergrößert, und während des Sommers entwickeln sich etwa 70% der Primärnester zu Sekundärnester, die mehrere tausend Hornissen beherbergen können.

Die Asiatische Hornisse hat einen besonderen Appetit auf Insekten, insbesondere auf Honigbienen, die oft zu ihren Beutetieren zählen. Dies kann für Imker verheerende Folgen haben, da gesunde Bienenvölker zwar besser mit der Präsenz der Hornisse umgehen können, aber dennoch unter den Angriffen leiden. Zudem besteht die Möglichkeit, dass Schäden im Wein- und Obstbau durch den Fraß an reifen Früchten entstehen.

Die Rolle der Hornissen Scouts

Im Kanton Schwyz setzt man auf tatkräftige Unterstützung durch freiwillige Helfer, die sogenannten „Hornissen Scouts“. Diese sind dafür zuständig, Nester zu suchen und zu melden, um die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse einzudämmen. Bei bestätigten Funden werden die Scouts informiert, um schnellstmöglich Maßnahmen zu ergreifen. Im vergangenen Jahr konnten in der Gemeinde Arth zwei Nester erfolgreich entfernt werden. Wenn Sie selbst Beobachtungen von Asiatischen Hornissen oder deren Nestern machen, sollten Sie diese auf www.asiatischehornisse.ch melden.

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Es ist wichtig zu betonen, dass die Asiatische Hornisse für Menschen nicht gefährlicher ist als die einheimische Hornisse. Dennoch ist es ratsam, bei der Aufstellung von Fallen vorsichtig zu sein, da diese nicht selektiv sind und unerwünschte Nebenwirkungen haben können. Die Bekämpfung muss also wohlüberlegt und strategisch erfolgen, um die negativen Auswirkungen auf die Biodiversität und die Imkerei zu minimieren.

Die Asiatische Hornisse wurde 2016 von der Europäischen Kommission auf die Liste invasiver gebietsfremder Arten gesetzt, was auf die Dringlichkeit der Situation hinweist. Ab März 2025 wird sie in Deutschland als „etabliert“ geführt, was bedeutet, dass keine Bekämpfungspflicht mehr besteht. Die Herausforderungen, die diese Hornisse mit sich bringt, erfordern ein umsichtiges Management und eine breite Öffentlichkeitsarbeit, um das Bewusstsein für dieses Thema zu schärfen und die Bevölkerung einzubinden.

Insgesamt bleibt die Situation um die Asiatische Hornisse spannend und herausfordernd. Durch die Zusammenarbeit von Fachleuten, Freiwilligen und der Bevölkerung können wir hoffentlich die Ausbreitung dieser invasiven Art kontrollieren und dabei helfen, unsere heimische Natur zu schützen.