Am 1. Mai übernimmt Xaver Schuler, der 46-jährige Schwyzer Regierungsrat und Mitglied der SVP, das Präsidium der Zentralschweizer Polizeidirektorenkonferenz (ZPDK). Damit folgt er der Zuger Regierungsrätin Laura Dittli, die das Gremium seit Mai 2024 leitete. Schuler wurde im März einstimmig gewählt und leitet seit Januar 2023 die Sicherheitsdirektion des Kantons Schwyz. Unter seiner Führung hat die ZPDK das Ziel, die interkantonale Zusammenarbeit zu stärken, insbesondere durch das Projekt „Vision 2025“. Dieses sieht die Schaffung gemeinsamer Einsatzleitzentralen und die Bekämpfung von organisierter Kriminalität sowie Cyberbedrohungen vor.
Laura Dittli, die am 1. Mai 2024 das Präsidium der ZPDK übernommen hat, hat während ihrer Amtszeit zahlreiche Kooperationsprojekte initiiert. Dazu gehörte eine Sonderkommission gegen organisierte Kriminalität und das innovative Lagebildsystem Picar. Ihre Amtszeit war nicht nur von Erfolg gekrönt, sondern auch mit besonderen Herausforderungen verbunden, wie der Ukrainekonferenz 2024 auf dem Bürgenstock. Dittli, geboren 1991 in Oberägeri und seit 2022 im Zuger Regierungsrat, leitet die Sicherheitsdirektion ebenfalls seit Januar 2023.
Stärkung der Zusammenarbeit und innovative Projekte
Die ZPDK plant, die Zusammenarbeit unter den Zentralschweizer Sicherheitsorganen weiter zu intensivieren. Ein zentrales Anliegen ist das Projekt „Vision 2025“, das zwei gemeinsame Einsatzleitzentralen für die Polizeikorps der Zentralschweizer Kantone schaffen soll. „Vision 2025“ hat bereits einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Die Konzeptphase wurde 2023 erfolgreich abgeschlossen, und die Realisierungsphase wurde im Dezember 2023 von den beteiligten Regierungen freigegeben. Diese Maßnahmen sollen nicht nur die Effizienz der Polizeiarbeit steigern, sondern auch Synergien nutzen und Kompetenzen im Bereich der forensischen Dienstleistungen aufbauen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der ZPDK unter Christoph Amstad, der zuvor das Amt inne hatte, war die Neuorganisation der Strahlenwehr und die Einführung von Bodycams. Diese Entwicklungen sind Teil einer umfassenden Strategie zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität und zum Schutz vor Cyberangriffen, die in der heutigen Zeit eine immer größere Rolle spielen.
Führungswechsel in der Zentralschweiz
Mit Schuler an der Spitze der ZPDK wird ein neuer Wind wehen. Sein Fokus auf die interkantonale Zusammenarbeit und die Modernisierung der Sicherheitsstrukturen wird sicherlich neue Impulse setzen. Gleichzeitig wird der Zuger Polizeikommandant Thomas Armbruster ab dem 1. Mai 2024 Präsident der Zentralschweizer Polizeikommandantenkonferenz (ZPKK) und folgt damit Stefan Küchler, dem Obwaldner Polizeikommandanten. Diese Führungswechsel sind ein klares Zeichen für die dynamische Entwicklung der Sicherheitsarchitektur in der Zentralschweiz.
Insgesamt stehen die Zentralschweizer Sicherheitsorgane vor spannenden Herausforderungen und Chancen. Die kommenden Monate und Jahre werden zeigen, wie die neuen Führungspersönlichkeiten ihre Visionen umsetzen und damit die Sicherheit und Zusammenarbeit in der Region weiter stärken können.