Biodiversität im Siedlungsraum: Schwyz setzt auf grüne Nachbarschaftsprojekte
In der malerischen Region Schwyz gibt es frische Neuigkeiten für alle Naturfreunde und Umweltschützer: Die Schwyzer Regierung hat ein ambitioniertes Vorhaben ins Leben gerufen, um die Biodiversität im Siedlungsraum zu stärken. Ein Thema, das nicht nur die Herzen von Naturliebhabern höherschlagen lässt, sondern auch die Lebensqualität der Bevölkerung erheblich verbessern könnte.
Im neuen kantonalen Naturschutzgesamtkonzept werden verschiedene Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität festgehalten. Die Umsetzung dieser Maßnahmen erfolgt auf freiwilliger Basis und mit dem Einverständnis der Grundeigentümer. Das klingt nach einem interessanten Ansatz, denn so können die Menschen vor Ort aktiv in den Prozess eingebunden werden. Gezielte Anreize und Unterstützung sollen Aufwertungsprojekte ermöglichen, die nicht nur die Natur, sondern auch die Gesundheit der Bevölkerung fördern. Ein weiteres spannendes Handlungsfeld im Konzept ist die „Ökologische Vernetzung“ – klingt nach einem großen Abenteuer in der Natur, oder?
Vielfalt der Arten im Fokus
Das Konzept nimmt sich auch spezifischer Tier- und Pflanzenarten an, die besonderen Handlungsbedarf haben. Wer hätte gedacht, dass das Auerhuhn, das Grosse Mausohr und die Mooshummel auf der Liste stehen? Und auch bei den Pflanzen ist einiges los: Die Ästige Mondraute, das Bayerische Scheinbirnmoos und die Vielstachelige Armleuchteralge sollen gefördert werden. Diese Artenfördermaßnahmen und ökologischen Aufwertungen zielen darauf ab, Erholungsräume aufzuwerten, kühlende Effekte zu erzeugen und die Boden- sowie Luftqualität zu verbessern. Man kann sich nur vorstellen, wie schön es sein könnte, durch blühende Wiesen zu spazieren, wo früher nur graue Betonwüsten waren.
Doch das ist noch nicht alles. Eine Projektgruppe mit Vertretern der Gemeinden wird ein separates Konzept zur Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum erarbeiten. Zudem können sowohl Bundes- als auch Kantonsbeiträge beantragt werden, um die Initiativen zu unterstützen. Das klingt nach einem soliden Plan, um der Natur in unserer Nachbarschaft auf die Sprünge zu helfen.
Ein Blick auf die Siedlungsentwicklung
Die Herausforderung ist jedoch nicht zu unterschätzen. Zwischen 1985 und 2018 hat die Siedlungsfläche in der Schweiz um fast ein Drittel zugenommen. Das bedeutet, dass wertvolle landwirtschaftliche Kulturen und ökologisch wertvolle Lebensräume wie Naturwiesen und Obstgärten immer weiter zurückgedrängt werden. Siedlungen können zwar als Ersatzlebensräume für Arten dienen, die in intensiv genutzten Landschaften verschwunden sind, doch die Zersiedelung bringt auch viele Probleme mit sich.
Die Lebensräume im Siedlungsraum sind vielfältig: von Gärten über Parkanlagen bis hin zu einzelnen Bäumen und auch Schuttflächen. So vielfältig diese Lebensräume auch sind, die zunehmende Bodenversiegelung verringert den Raum für Biodiversität enorm. Man muss sich nur die ganzen neuen Bauprojekte anschauen – da bleibt oft kein Platz für die Natur. Und was noch dazu kommt: Luftbelastungen, Lichtemissionen und der Einsatz von Bioziden setzen der Biodiversität zu. Ganz zu schweigen von der Klimaerwärmung, die naturnahe Grünflächen durch zunehmende Trockenheit gefährdet.
Ein gemeinsames Ziel
Um diese Herausforderungen anzugehen, hat der Bund im «Landschaftskonzept Schweiz» Qualitätsziele für den Siedlungsraum festgelegt. Hier wird zwischen städtischen Landschaften und periurbanen Landschaften unterschieden, was eine wichtige Unterscheidung ist, um die Vielfalt der Lebensräume zu bewahren. Ein Pilotprojekt untersucht, wie Biodiversität und Landschaftsqualität in Agglomerationen gefördert werden können, und dies in Zusammenarbeit mit der Tripartiten Konferenz von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden. Es gibt also einen klaren Plan, wie man die Natur in den Siedlungsgebieten wieder ein Stück weit zurückgewinnen kann.
Die Maßnahme „Musterbestimmungen zur Förderung von Biodiversität und Landschaftsqualität im Siedlungsgebiet“ unterstützt Gemeinden und Kantone bei der naturnahen Gestaltung ihrer Siedlungsgebiete. Diese Musterbestimmungen zeigen auf, wie man die Biodiversität in den Rechts- und Planungsgrundlagen verankern kann. Für die Natur, für uns alle – klingt nach einer wirklich spannenden Zeit für den Kanton Schwyz!
