Pfadi-Abenteuer in Schaffhausen: Ein Kantonallager, das Gemeinschaft und Natur verbindet
In Schaffhausen, wo die Luft nach Abenteuer und frischem Holz riecht, ist etwas Großes im Gange. Vor vier Jahren begann alles im Bundeslager – die Idee für ein Kantonallager, die nun Wirklichkeit wird! Ein riesiges Zeltdorf, das nicht nur für die Pfadibewegung, sondern auch für die Region selbst eine bedeutende Rolle spielt. Das Organisationskomitee hat zwei Jahre hart gearbeitet, um dieses Event auf die Beine zu stellen. Über 150 feste Helfende und sogar doppelt so viele spontane Freiwillige haben beim Aufbau geholfen. Das hat gezeigt, wie sehr die Gemeinschaft zusammensteht!
Ein Gesamtbudget von 220’000 Franken wurde aufgebracht, um dieses Großereignis zu realisieren. Die Vorfreude ist spürbar, denn das Programm ist so gestaffelt, dass für jeden etwas dabei ist: Die Pfadistufe bleibt zwei Wochen, die Wölfe kommen für eine Woche und die Biber dürfen sich auf einen Tag voller Spaß freuen. Die Bedingungen am Griesbach könnten nicht besser sein: Feste Gebäude, eine nahegelegene Küche und sogar Kanalisation! Und für die Hygiene sorgen Duschen in der Turnhalle auf der Breite.
Sicherheit und Gemeinschaft
Ein ganz wichtiger Punkt – die Sicherheit. Rund um die Uhr ist sie gewährleistet. Am Infopoint stehen Sicherheitshelfer bereit, die mit einem Notfalltelefon ausgestattet sind. Sanitätsdienste sind per Funk vernetzt, was für alle Teilnehmer ein beruhigendes Gefühl gibt. Auch die Zusammenarbeit über Kantonsgrenzen hinweg wird großgeschrieben. Drei Gastabteilungen aus Jenaz GR, Schiers GR und Andelfingen ZH nehmen teil – ein schönes Zeichen für die Gemeinschaft.
Die Verbindung zwischen den Abteilungen ist stark, oft entstanden durch gemeinsame Leitendenkurse und Lager. Und das, obwohl ein Sturm kurzzeitig das Festzelt und die Hauptbühne beschädigte. Aber, wie es sich für Pfadis gehört, wurde schnell reagiert und alles wurde dank spontaner Hilfe umgehend wieder hergerichtet. Täglich waren über 50 Freiwillige am Werk, die Attraktionen wie die Burg, die Pinte, ein Piratenschiff und eine Waldbar aufbauten. Der Geist der Zusammenarbeit ist einfach ansteckend!
Pfadi – mehr als nur ein Lager
Die Pfadi ist weit mehr als nur ein Ort für Lager und Abenteuer. Sie bietet Kindern und Jugendlichen Erlebnisse in der Natur und in Gruppen, die Freundschaften und Verantwortungsbewusstsein fördern. Mit über 51.000 Mitgliedern ist sie die größte Kinder- und Jugendorganisation in der Schweiz – und das aus gutem Grund! Hier ist jeder willkommen, unabhängig von Herkunft, Kultur oder Religion. Wer einmal Pfadiluft schnuppern möchte, sollte sich einfach an eine lokale Abteilung wenden.
Die Pfadibewegung Schweiz (PBS) hat über 50’500 Mitglieder und umfasst 22 Kantonalverbände sowie mehr als 550 lokale Gruppen. Ihre Grundsätze basieren auf dem Leitsatz „Junge führen Junge“, was bedeutet, dass die Abteilungsleiter meist unter 25 Jahren sind. Das ist ein erfrischender Ansatz, der die Jugend ermutigt und Verantwortung übernimmt. Die PBS ist auch Mitglied in den Weltpfadfinderverbänden, was ihre internationale Vernetzung und Relevanz unterstreicht.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass es in der Schweiz nur einen großen Pfadfinderverband gibt, im Gegensatz zu Deutschland. Das gibt der PBS eine besondere Stellung in der Pfadfinderlandschaft und zeigt, wie stark die Verankerung der Pfadibewegung in der Schweiz ist. Die Organisation hat sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt und modernisiert, während sie sich gleichzeitig ihrer Traditionen bewusst bleibt.
Auf diesem Kantonallager in Schaffhausen wird deutlich, wie wichtig die Pfadibewegung für die Region ist. Hier wird nicht nur Abenteuer erlebt, sondern auch das Miteinander gefördert. Und nicht zuletzt ist es auch eine wertvolle Gelegenheit, umweltbewusst zu reisen – viele Teilnehmer haben sich entschieden, mit dem Fahrrad anzureisen. So gibt es nicht nur Erinnerungen, sondern auch ein bisschen weniger CO2 in der Luft. Ein rundum gelungenes Event, das die Gemeinschaft stärkt und die Liebe zur Natur fördert!
