Am 1. November wird ein neues Kapitel im Obwaldner Gesundheitsamt aufgeschlagen. Bernadette Würsch-Steinmann übernimmt die Leitung und folgt damit auf Dieter von Ehrenberg, der das Amt seit 2023 geführt hat und bis Mitte Juli im Kanton Obwalden bleibt. Die 51-Jährige aus Stans, die dort mit ihrer Familie lebt, bringt eine Vielzahl an Qualifikationen mit. Von einem Studium in Klinischer Psychologie über eine Weiterbildung in Gesundheitsförderung bis hin zu Führungsfunktionen in der Gemeinde Stans – sie hat sich in den letzten Jahren einen bemerkenswerten Erfahrungshorizont erarbeitet.

Vor ihrem Amtsantritt als Gesundheitsamtsleiterin war sie Gemeindeschreiberin in Stans und leitete den Bereich Soziales, Gesundheit und Zentrale Dienste. Ihre akademische Laufbahn führte sie an die Universität Fribourg, wo sie ein Lizentiat in Klinischer und Allgemeiner Psychologie sowie Neurobiologie erlangte. Zudem hat sie einen Abschluss zur Wirtschaftsfachfrau in der Tasche. Eine beeindruckende Kombination, die sie bestens auf die Herausforderungen im Gesundheitswesen vorbereitet.

Ein wichtiger Aufgabenbereich

Das Gesundheitsamt hat nicht nur die Aufgabe, für eine koordinierte medizinische Versorgung der Bevölkerung zu sorgen, sondern ist auch für die Bewilligungen von Gesundheitsberufen und -betrieben zuständig. Das klingt vielleicht etwas trocken, ist aber von enormer Bedeutung für die Gesundheitsversorgung der Kantonseinwohner. Bei Hospitalisationen kümmern sie sich um die Kostenbeteiligung und setzen sich aktiv für die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten ein. Auch das Thema Gesundheitsförderung, vor allem bei älteren Menschen, steht ganz oben auf der Agenda.

Die Initiative „Obwaldä isch zwäg“ zeigt, wie das Gesundheitsamt in Zusammenarbeit mit dem Sozialamt und den Gemeinden Gesundheitsförderung betreibt. Hier wird klar, wie wichtig die Vernetzung und die Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen sind. Und wenn’s mal brenzlig wird, wie zum Beispiel in Pandemien, kommt der koordinierte Sanitätsdienst ins Spiel. Es ist also ein dynamisches und abwechslungsreiches Arbeitsfeld, das Bernadette Würsch-Steinmann erwartet. In der Schulgesundheitsversorgung sorgt der Schulgesundheitsdienst dafür, dass die Jüngsten in der Gemeinschaft gut betreut werden, was für viele Eltern ein großes Anliegen ist.

Internationale Vernetzung und Herausforderungen

Natürlich ist das Gesundheitswesen nicht nur ein lokales Thema. Die Schweiz ist in internationalen Organisationen aktiv, die Gesundheitssysteme vergleichen und analysieren. Diese Vergleiche fließen in die nationale Strategie Gesundheit2030 ein und helfen dabei, die Leistungen des Gesundheitssystems im internationalen Kontext zu bewerten. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) spielt eine zentrale Rolle dabei, die Schweizer Positionen und Erfahrungen in diese Diskussionen einzubringen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die OECD und andere Institutionen wie das European Observatory on Health Systems and Policies tragen dazu bei, dass die Schweiz nicht nur mit ihren Herausforderungen, sondern auch mit ihren Erfolgen im Gesundheitsbereich gesehen wird. Solche Vergleiche sind nicht nur wichtig für die Politik, sie geben auch den Bürgerinnen und Bürgern Aufschluss über die Qualität der Gesundheitsversorgung, die sie erwarten dürfen. Und genau hier kommt Bernadette Würsch-Steinmanns neue Rolle ins Spiel – sie wird eine Schlüsselperson in der Umsetzung dieser Strategien sein.