Heute ist der 27.05.2026, und hier in Nidwalden sorgt die Zentralbahn (ZB) für Gespräche. Man könnte sagen, sie ist ein echter Hingucker, auch wenn die Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres, 2025, ein wenig zwiespältig ausfallen. Auf der einen Seite hat die ZB im Personenverkehr die Erträge um satte 10 Prozent gesteigert, was in Franken 67,1 Millionen ausmacht. Auf der anderen Seite steht der Verlust von 5,1 Millionen Franken – da wird einem schon etwas mulmig. Ein bisschen wie beim Wetter hier: mal sonnig, mal bewölkt.
Die gute Nachricht: 14,9 Millionen Passagiere haben sich zwischen Luzern und Engelberg sowie Luzern-Interlaken Ost auf den Weg gemacht, was einem Plus von 8 Prozent entspricht. Vor allem der Freizeitverkehr durch ausländische Touristen hat zur Nachfrage beigetragen. Das ist doch mal was! Die Bautätigkeiten in Kriens und Horw haben dem Ganzen auch einen Schub gegeben. Besonders bemerkenswert ist das Umsatzwachstum bei Gruppenbuchungen – das ist schließlich eine schöne Sache für alle, die gemeinsam reisen. Und dabei war der Kostendeckungsgrad im regionalen Personenverkehr ebenfalls auf einem aufsteigenden Ast: Er stieg von 72,7 % auf 76,3 %.
Neue Gesichter, alte Herausforderungen
Im Jahr 2025 brachte auch einen Wechsel an der Spitze der ZB mit sich: Chantal Beck übernahm die Geschäftsführung von Michael Schürch, der das Unternehmen Ende November verließ. Michel Berchtold wurde zum neuen Verwaltungsratspräsidenten gewählt und folgt auf Toni Häne. Eine frische Brise, könnte man sagen, aber die Herausforderungen bleiben bestehen. So steht der Verlust von 5,1 Millionen Franken auf dem Tisch, der auf Abgeltungsreduktion und Mehraufwendungen zurückzuführen ist. Man fragt sich, was die nächsten Schritte sein werden, um das Ruder herumzureißen.
Die Nachfrage im internationalen Segment war besonders positiv, und die Raumentwicklung in Luzern Süd trug ebenfalls zur erfreulichen Entwicklung bei. Auch die Zunahme der Personenkilometer um 10 Prozent auf 256,3 Millionen Kilometer ist ein Zeichen dafür, dass die Zentralbahn noch lange nicht am Ende ihrer Reise angekommen ist. Die Pünktlichkeit bleibt ebenfalls ein großer Pluspunkt: 97,8 Prozent der Fahrgäste erreichten ihr Ziel pünktlich – das ist mehr als nur ein hübsches Detail.
Ein Blick in die Zukunft
Und was kommt als Nächstes? Ein neuer Bahnhof in Brienz wird bald das Licht der Welt erblicken, und das neue Reisezentrum soll im Sommer 2026 eröffnet werden. Die ZB hat sich zudem vorgenommen, bis Ende 2025 die Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes an allen Bahnhöfen und Haltestellen zu erfüllen. Das sind Schritte in die richtige Richtung, die nicht nur für die Infrastruktur wichtig sind, sondern auch für die Menschen, die auf die ZB angewiesen sind.
Zusätzlich wird ein Testbetrieb eines Direktbusses zwischen Wolfenschiessen und Engelberg durchgeführt. Man sieht, die ZB ist aktiv und plant nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für die Zukunft. Die Mitarbeitenden wurden für ihre harte Arbeit im Jahr 2025 gelobt – und das zu Recht! Es braucht ein ganzes Team, um die Züge auf die Schienen zu bringen und die Fahrgäste sicher an ihr Ziel zu bringen. Vielleicht wird die Zentralbahn ja in naher Zukunft zur Erfolgsgeschichte, die sie sein kann. Wer weiß das schon? Die Reise geht weiter!