Im Engelbergertal tut sich was! Die Kantone Obwalden und Nidwalden sowie die Gemeinde Engelberg haben ein Verkehrszahlen-Monitoring ins Leben gerufen, das von September 2025 bis März 2026 laufen wird. Man möchte wissen, wie es um den Verkehrsfluss auf der Straße zwischen Wolfenschiessen und Grafenort steht, wie viele Reisende mit der Zentralbahn und den Ortsbussen unterwegs sind und natürlich, wie viele Gäste in Engelberg logieren und die Bergbahnen nutzen. Ein spannendes Projekt, das für Einheimische und Touristen gleichermaßen von Interesse sein dürfte!
Die ersten Zahlen zeigen bereits, dass die Gästezahlen in Engelberg im Vergleich zum Vorwinter stabil geblieben sind. Das Skigebiet Titlis konnte sogar einen kleinen Anstieg von 1% verzeichnen, während die Brunni-Bahnen mit 2% mehr Gästen glänzen. Allerdings gibt es auch weniger erfreuliche Nachrichten: Die Bergbahnen im Nidwaldner Engelbergertal beförderten weniger Passagiere als in der vergangenen Saison. Es scheint also ein gemischtes Bild zu geben, das die Verantwortlichen in den kommenden Monaten genauer analysieren werden.
Verkehrsmonitoring und seine Herausforderungen
Besonders aufhorchen lässt das Monitoring bezüglich des Straßenverkehrs. An 12 Tagen wurden die Schwellenwerte überschritten – vier Tage mehr als in der Vorsaison! An der Messstelle zwischen Wolfenschiessen und Grafenort gab es ein Wachstum von 3%, sprich 197 Fahrzeuge mehr pro Tag. Dazu kommt, dass die Ein- und Ausstiegszahlen im öffentlichen Verkehr um satte 18% anstiegen. Das bedeutet 393 zusätzliche Fahrgäste pro Tag! Immerhin hat der öffentliche Verkehr nun einen Anteil von 23% am Gesamtverkehr, was zeigt, dass die Leute mehr auf Bus und Bahn setzen. Aber: 77% der Reisenden sind nach wie vor mit dem Auto unterwegs.
Um die Verkehrsbelastung an Spitzentagen zu reduzieren, hat eine Projektgruppe zur Verkehrsentlastung im Engelbergertal bereits erste Maßnahmen ergriffen. Ein zentrales Element sind die öV-Kombiticketangebote, die Bahn, Bus und Bergbahn miteinander verbinden. Die Verkaufszahlen für diese Kombitickets sind um 20% gestiegen – das sind 1’598 Tickets mehr! Im Gegensatz dazu ist der Verkauf von Spartickets der Zentralbahn um 20% zurückgegangen. Das zeigt, dass die Menschen bereit sind, das Angebot zu nutzen, wenn es denn attraktiv genug ist.
Neues Rollmaterial und Parkgebühren
Im Februar 2025 beschloss der Einwohnergemeinderat von Engelberg, die öV-Kombiticket-Aktivitäten bis 2027/28 mit 190’000 Franken zu unterstützen. Das ist ein starkes Zeichen für die Zukunft des öffentlichen Verkehrs in dieser Region. Ab Dezember 2026 wird zudem ein halbstündlicher Zug zwischen Luzern und Engelberg eingeführt, der mit neuem Rollmaterial die Kapazitäten erhöhen soll. Ein weiterer wichtiger Schritt, um den Ansturm von Wintersportlern und Wanderern besser bewältigen zu können. Die Ski-Express-Entlastungszüge (S-LEX) werden durch dieses neue Angebot ersetzt – ein kluger Schachzug, um die Verbindungen zu optimieren.
Ein Vorschlag zur Aktualisierung des Parkgebührenreglements sieht zudem einen Parkgebührenfonds vor, der helfen könnte, die Parkplatzsituation in Engelberg zu verbessern. Hier wird also intensiv an Lösungen gearbeitet, um den steigenden Besucherzahlen gerecht zu werden und gleichzeitig die Lebensqualität der Anwohner zu sichern.
Wenn Sie noch mehr über die Mobilität und den Verkehr in der Schweiz erfahren möchten, schauen Sie doch mal auf die Webseite des Bundesamtes für Statistik. Dort gibt es viele interessante Informationen und aktuelle Zahlen, die Ihnen einen tieferen Einblick in die Materie geben können. Hier klicken für mehr Details.