UOV Nidwalden: Meisterschaft und Tradition beim Eidgenössischen Schützenfest
Der Unteroffiziersverein (UOV) Nidwalden hat sich beim diesjährigen Armeewettkampf am Eidgenössischen Schützenfest in Chur als wahre Meister erwiesen. Am 8. Juni 2026 fand das Event auf der 25-Meter-Anlage im Rossboden statt. Die Atmosphäre war angespannt, die Schützen bereit, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. In einer disziplinierten Gruppe traten die Pistolenschützen Peter Odermatt, Pirmin Käslin und Michael Wallimann an, um den Wettkampf in vollen Zügen zu genießen und ihr Können zu zeigen.
Die Schussfolge war knackig und fordernd. Schneller als beim traditionellen Feldschiessen mussten die Teilnehmer ihre Präzision unter Beweis stellen. Zwei Probeschüsse in je 10 Sekunden, gefolgt von einer Reihe von Schüssen: drei Schüsse in 10 Sekunden, fünf Schüsse in 40 Sekunden, fünf Schüsse in 30 Sekunden und schließlich fünf Schüsse in 20 Sekunden. Ein echter Test für die Nerven! Michael Wallimann erzielte bei den Einzelschüssen beeindruckende drei Zehner, während Pirmin Käslin mit zwei Zehnern und einer Neun aufwarten konnte. Peter Odermatt kam mit einem Zehner und zwei Neunern ins Ziel.
Spannung bis zum Schluss
Die erste Serie begann vielversprechend. Odermatt und Käslin verzückten mit je fünf Zehnern, Wallimann konnte drei Zehner und zwei Neuner verzeichnen. In der zweiten Serie wiederholte Käslin seinen Triumph mit weiteren fünf Zehnern, während Odermatt vier Zehner und eine Neun abfeuerte. Wallimann hatte in dieser Runde ein wenig Pech, zwei Zehner und drei Neuner standen am Ende für ihn zu Buche. Die dritte Serie brachte dann Käslin erneut in den Fokus, der wieder fünf Zehner notierte. Odermatt und Wallimann blieben nicht zurück, mit jeweils vier Zehnern und einer Neun beziehungsweise drei Zehnern und zwei Neunern.
Das Ergebnis war einfach grandios: Pirmin Käslin sicherte sich mit 179 Punkten den ersten Platz in der Einzelwertung, gefolgt von Peter Odermatt mit 176 Punkten auf dem dritten Platz. Michael Wallimann, der mit 173 Punkten knapp einen Podestplatz verpasste, zeigte dennoch eine starke Leistung. Aber das war noch nicht alles! In der Gruppenwertung triumphierte das Team UOV Nidwalden mit insgesamt 528 Punkten, dicht gefolgt von der Logistikbasis der Armee mit 523 Punkten und der UOG Zürichsee rechtes Ufer mit 511 Punkten.
Ein Stück Geschichte
Das Eidgenössische Schützenfest hat eine lange Tradition, die bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht. Damals galt das Schiessen nicht nur als sportliche Betätigung, sondern war auch ein zentraler Bestandteil der Wehrhaftigkeit. Schützenvereine wurden in Städten gegründet und fanden großen Zuspruch bei den Behörden. In den folgenden Jahrhunderten blühten die Schützengesellschaften auf, und die ersten Schützenfeste wurden im 15. Jahrhundert ausgetragen. Heute ist das Schützenfest nicht nur ein sportliches Event, sondern auch ein Ausdruck von Gemeinschaft und Zusammenhalt der Kantone.
Die Feste wurden über die Jahrhunderte immer bedeutender, mit einem Höhepunkt in der Gründung des modernen Schweizer Bundesstaates, wo die Schützenvereine als Symbole der direkten Demokratie angesehen wurden. Die Atmosphäre eines Schützenfestes ist einzigartig – ein Mix aus Spannung, Tradition und dem Gesang der Freude über gemeinsame Erfolge. Schützenvereine führten Fahnen, die in einer Fahnenburg aufgestellt wurden, und die Preise wurden am Ende des Festes in feierlicher Runde verteilt. Man kann sich vorstellen, wie die Menge jubelte, als die Namen der Gewinner verkündet wurden!
In Nidwalden, wo sich der UOV so erfolgreich präsentierte, wird die Verbindung zur Tradition und das Streben nach Leistung lebendig gehalten. Die Schützenfeste sind mehr als nur ein Wettkampf. Sie sind ein Teil der Identität, die die Menschen zusammenbringt und die Geschichte des Schießsports in der Schweiz fortschreibt.
