Nidwalden im Steuerrausch: Mehrheit für Entlastung und neue Sporthalle!
In Nidwalden geht’s zur Sache! Bei der jüngsten Abstimmung haben sage und schreibe 69,5 Prozent der Stimmberechtigten für eine Steuersenkung für die höchsten Einkommen votiert. Das brachte gleich 12.277 Stimmen für das neue Steuergesetz, während sich 5.380 gegen diese Entscheidung stellten. Die Stimmbeteiligung war mit 59,3 Prozent auch nicht von schlechten Eltern. Was allerdings für Aufregung sorgte, war der Gegenvorschlag der Grünen, der einen noch niedrigeren Steuersatz von 2,70 Prozent ab einem Einkommen von 143.000 Franken wollte. Den haben rund 59 Prozent der Wählerinnen und Wähler abgelehnt. Hier sieht man, wie stark die Nidwaldner Bevölkerung hinter der Entscheidung steht!
Die Regierung war allerdings nicht ganz so begeistert über die Steuersenkung in dieser Form. Trotzdem hat der Landrat den Entwurf zur Revision gegen den Willen der Regierung angepasst. Das Ergebnis? Nidwalden bleibt mit seinen Steuern auf Spitzeneinkommen unter den tiefsten in der Schweiz. Klar, die finanziellen Folgen sind nicht zu unterschätzen: Der Kanton rechnet mit Mindereinnahmen von etwa 4,2 Millionen Franken durch die Steuergesetzrevision. Das sind rund 1,3 Millionen mehr als bei Annahme des Gegenvorschlags. Auch die Gemeinden dürfen sich auf hohe Mindereinnahmen einstellen.
Familienfreundliche Entlastungen
Doch nicht alles ist umstritten! Unumstrittene Maßnahmen der Revision sind die Entlastungen für Familien und die Erhöhung der Kinderabzüge. Der Landrat hat darüber hinaus den Entwurf um weitere Ausnahmen bei der Erbschaftssteuer ergänzt, was ebenfalls zusätzliche Mindereinnahmen zur Folge hat. Das große Ziel der Steuergesetzrevision? Die Bevölkerung soll von den Mehreinnahmen der OECD-Mindeststeuer für große Konzerne profitieren können.
Apropos große Konzerne: Die Schweiz hat sich mit rund 140 Staaten auf eine Mindestbesteuerung von 15 % für internationale Unternehmensgruppen geeinigt. Das betrifft Firmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 750 Millionen Euro. Der Clou? Wenn ein Unternehmen in einem Land weniger als 15 % Steuern zahlt, kann es von anderen Ländern besteuert werden, bis der Satz erreicht ist. Ein Ansatz, der sowohl Digitalisierung als auch Globalisierung Rechnung trägt!
Sportliche Vorhaben in Nidwalden
Und es gibt noch mehr spannende Neuigkeiten aus Nidwalden: Mit 72,8 Prozent der Stimmen wurde ein Kredit von 26 Millionen Franken für den Bau einer neuen Dreifachsporthalle an der Mittelschule Kollegium St. Fidelis in Stans angenommen. Auch hier hatten die Regierung und der Landrat die Annahme des Kredits beantragt. Sport und Bildung – zwei Bereiche, die hier Hand in Hand gehen und die Lebensqualität in Nidwalden weiter steigern werden.
Die Umsetzung der Mindestbesteuerung soll bis 2024 geschehen. Eine Ergänzungssteuer wird eingeführt, um die Differenz zwischen dem effektiven Steuersatz und den 15 % auszugleichen. Die Einnahmen aus dieser Steuer werden auf die Kantone und den Bund verteilt. Dabei ist der nationale Finanzausgleich wichtig, damit auch finanzschwache Kantone profitieren können. Es bleibt spannend, wie sich all diese Entwicklungen auf Nidwalden und seine Bewohner auswirken werden. Also, dranbleiben!
