Neuer Wind in Nidwalden: Daniel Lüönd übernimmt das Amt des Landweibels
Heute ist der 19.06.2026, und in Nidwalden gibt es Neuigkeiten aus der Welt des öffentlichen Dienstes. Nach 30 Jahren im Dienst hat Eduard Amstad, der als Landweibel des Nidwaldner Regierungsrates bekannt war, seinen wohlverdienten Ruhestand angetreten. Ein Abschied, der sicher nicht nur für ihn, sondern auch für die gesamte Region ein emotionaler Moment ist.
Amstad hat in seiner Zeit nicht nur die Kantonsfarben Rot und Weiss mit Stolz getragen, sondern auch zahlreiche Regierungsdelegationen bei Staatsbesuchen und Festanlässen begleitet. Man kann sich vorstellen, welche Erinnerungen er an den Bundesratsbesuch im Hauptort oder die Reise nach Rom zur Vereidigung der Schweizergardisten hat. Und dann waren da noch die Sportlerehrungen, bei denen er etwa den Ski-Weltmeister Marco Odermatt ehren durfte – das sind Augenblicke, die man nie vergisst!
Ein neuer Landweibel für Nidwalden
Mit dem Rückzug von Amstad hat nun Daniel Lüönd die Verantwortung als Landweibel übernommen. Lüönd ist kein Unbekannter in der Region. Nach 13 Jahren als Leiter Dienste bei der Pfarrei Stans bringt er viel Erfahrung mit, die sicher von Nutzen sein wird. Zuvor war er auch im Verkehrshaus Luzern als Einsatz- und Teamleiter tätig. Man könnte sagen, es ist eine kleine Karriere-Odyssee, die ihn von der Elektromontage über den Druckbereich bis ins Herz der Nidwaldner Verwaltung geführt hat.
Besonders interessant ist Lüönds Werdegang als diplomierter Druckfachmann. Er hat sich zudem als eidg. dipl. Hauswart qualifiziert. Diese vielseitige Ausbildung wird ihm in seiner neuen Funktion sicher helfen, auch wenn man als Landweibel nicht unbedingt Druckaufträge bearbeiten muss – aber wer weiß? Vielleicht bringt er ja frischen Wind in die Amtsgeschäfte!
Die Rolle des Weibel
Interessant ist auch, was genau ein Weibel macht. Laut den Informationen, die ich gefunden habe, ist Weibel eine schweizerische Amtsbezeichnung, die zum öffentlichen Dienst gehört. Sie übernehmen Dienst- und Botengänge, fungieren als Saaldiener und erfüllen zeremonielle Aufgaben. Auf verschiedenen Ebenen – von der Bundesebene bis zur kommunalen – gibt es unterschiedliche Weibel, die in den Farben ihrer Körperschaft auftreten. Bei öffentlichen Auftritten ist ein Ornat ein Muss!
So tragen die Bundesweibel einen halb rot, halb weißen Umhang, während die kantonalen Varianten oft in den jeweiligen Farben der Kantonsregierung erscheinen. Das ist nicht nur ein Zeichen von Tradition, sondern auch von Respekt gegenüber der Institution, die sie vertreten. In der Alten Eidgenossenschaft war der Weibel ein untergeordneter Amtsträger, aber die Aufgaben waren vielfältig und reichten von der Verwaltung bis zum Gerichtswesen. Ein bisschen Ironie ist hier nicht ausgeschlossen – von einem untergeordneten Amtsträger zu einem Symbol der regionalen Identität.
In jedem Fall, mit Daniel Lüönd an der Spitze, steht Nidwalden eine spannende Zeit bevor. Es bleibt abzuwarten, welche neuen Akzente er als Landweibel setzen wird. Eines ist sicher: die Fußstapfen von Eduard Amstad sind groß, doch Lüönd scheint bereit, sie zu füllen.
