Am Freitagnachmittag, den 1. Mai 2026, fand in der katholischen Kirche Dallenwil ein feierlicher Anlass statt, der die Weichen für die Zukunft der Kantonspolizei Nidwalden stellte. Neun Polizistinnen und Polizisten legten ihren Eid ab und wurden offiziell in den Dienst aufgenommen. Die Zeremonie wurde von der Landesstatthalterin Karin Kayser-Frutschi, der Justiz- und Sicherheitsdirektorin des Kantons Nidwalden, geleitet.
Die neuen Polizeianwärterinnen, Adisa Blazevic, Lucie Achermann, Julia Odermatt und Flavia Wolf, sowie der angehende Polizeianwärter Dario Lüthi haben ihre umfassende Ausbildung an der Interkantonalen Polizeischule in Hitzkirch absolviert. Diese beinhaltete sowohl theoretische als auch praktische Elemente, die im zweiten Ausbildungsjahr bei der Kantonspolizei Nidwalden vertieft wurden. Alle Anwärter bestanden erfolgreich die eidgenössische Berufsprüfung und sind nun bereit, ihre Aufgaben im Polizeidienst zu übernehmen.
Ein bunter Mix an Erfahrungen
Zusätzlich zu den neuen Anwärtern wurden auch Martina Stucki, Patrick Minder und Silvio Pfenninger, die aus anderen Polizeikorps wechselten, sowie Michelle Deuber, eine Quereinsteigerin, in das Korps aufgenommen. Diese Vielfalt sorgt für eine bunte Mischung an Erfahrungen und Perspektiven innerhalb der Kantonspolizei Nidwalden. Ihre unterschiedlichen Hintergründe werden sicherlich zur Stärkung der Polizeiarbeit in der Region beitragen.
Die Vereidigung war nicht nur ein feierlicher Akt; sie war auch der Rahmen für zahlreiche Beförderungen. Dragan Bojanic, Celina Emmenegger, Colin Hirter, Markus Ineichen und Ronny Lussmann wurden nach fünf Dienstjahren zu Gefreiten befördert, während Fabienne Balsiger, Marko Kostovic und Fabienne Ruch nach zehn Jahren den Rang eines Korporals erhielten. Nach 15 Dienstjahren wurden Stefan Burch, Mike Niederberger und Alex Wüller zu Feldweibeln befördert. Markus Vallata durfte sich über den Titel Wachtmeister freuen. Zudem erhielt Daniela von Rotz, nach erfolgreicher Ausbildung, den Rang einer Feldweibelin.
Ein Fest für die Gemeinschaft
An der Feier nahmen zahlreiche Angehörige, Freunde sowie Vertreter aus Politik, Behörden, Militär und Wirtschaft teil, was die Bedeutung dieses Ereignisses unterstrich. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Joseph Bachmann und seinem Ensemble, das mit passenden Klängen für die feierliche Stimmung sorgte.
Die Polizeiausbildung in der Schweiz, die sich durch ihren Föderalismus auszeichnet, ermöglicht es den rund 330 Polizeikorps, ihre Ausbildungswege individuell anzupassen. Das Bildungspolitische Gesamtkonzept (BGK), das 2020 initiiert wurde, stellt einen bedeutenden Fortschritt in der polizeilichen Aus- und Weiterbildung dar. Dieses Konzept hat das Ziel, die Ausbildung an kompetenz- und praxisorientierte Anforderungen anzupassen und wurde erstmals im Januar 2021 umgesetzt. Absolventen der Polizeischulen schließen ihre Ausbildung mit dem Titel „Polizistin / Polizist mit eidgenössischem Fachausweis“ ab, was ihre Qualifikation unterstreicht.
Insgesamt ist die Aufnahme der neuen Polizistinnen und Polizisten sowie die Vielzahl an Beförderungen ein positives Zeichen für die Kantonspolizei Nidwalden und die Sicherheit in der Region. Es bleibt abzuwarten, wie sich die neuen Mitglieder des Korps in den kommenden Jahren weiterentwickeln und zur Sicherheit der Gemeinschaft beitragen werden.