In Nidwalden gibt es aufregende Neuigkeiten aus der Welt der Samaritervereine. Die drei Vereine Lopper, Ennetmoos und Oberdorf-Büren haben sich zusammengetan, um eine Fusion zu planen. Der Auftakt zu diesem bedeutenden Schritt fand kürzlich im Kirchensaal Büren statt, wo die Anwesenden die Möglichkeit hatten, ihre Gedanken und Wünsche zur Fusion zu formulieren. Die Veranstaltung wurde von den Präsidenten der Vereine und dem externen Vereinscoach Rolf Erni eröffnet.

Besonders inspirierend war der Beitrag von Landratspräsidentin Erika Liem Gander, die betonte, dass diese Fusion das Ende einer Ära darstellt, aber gleichzeitig den Beginn von etwas Größerem symbolisiert. In den Workshops, die in sechs Gruppen stattfanden, wurden wichtige Themen wie Identität und Werte behandelt und die Grundlagen für den neuen Verein gelegt. Désirée Prinz von Samariter Schweiz hob hervor, dass es darum geht, einen gemeinsamen Weg aus den drei Vereinen mit unterschiedlichen Geschichten zu finden.

Ein neuer Name und klare Strukturen

Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurden weitere zentrale Themen wie „Zusammenarbeit und Strukturen“, „Ängste und Bedenken“ sowie „Chancen“ diskutiert. Die Ergebnisse dieser Gruppenarbeit werden der Arbeitsgruppe zur Verfügung gestellt, um zukünftige Gespräche zu unterstützen. Ein bemerkenswerter Moment war die Wahl des neuen Vereinsnamens „Samariter LEO“, der von den Anwesenden einstimmig angenommen wurde. Der geplante Zeitrahmen sieht vor, dass bis Ende 2026 die Vorstandsstruktur und die Rollen definiert werden, während neue Statuten entstehen. Die Ergebnisse sollen Anfang 2027 in Vereinsversammlungen präsentiert und abgestimmt werden.

Diese Fusion ist nicht nur ein organisatorischer Schritt, sondern auch ein Zeichen für die Werte, die die Samariterbewegung verkörpert. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die humanistischen Ideale, die auch im Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V. (ASB) verankert sind, zu erwähnen. Der ASB hat eine Richtlinie gegen Rechtsextremismus veröffentlicht, die den innerverbandlichen Umgang mit solchen Themen regelt und sich klar zu Mitmenschlichkeit sowie der Anerkennung der gleichen Würde und Rechte aller Menschen bekennt. Vielfalt wird hier als ein wertvolles Gut betrachtet, das es zu fördern gilt.

Diversität und Inklusion in Freiwilligendiensten

Darüber hinaus spielt die Förderung von Diversität in Freiwilligendiensten eine zentrale Rolle. Die Broschüre „Diversität und Vielfalt in den Freiwilligendiensten“ bietet Fachkräften praxisnahe Impulse zur Sensibilisierung und zum Abbau von Diskriminierungsformen. Sie thematisiert unter anderem Rassismus, Antisemitismus, Queerfeindlichkeit und Ableismus. Ziel ist es, Chancengleichheit zu fördern und Barrieren abzubauen, was in der heutigen Gesellschaft von entscheidender Bedeutung ist.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Insgesamt zeigt sich, dass die Fusion der Samaritervereine nicht nur eine organisatorische Neuorientierung darstellt, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Stärkung von Vielfalt und Zusammenarbeit in der Gemeinschaft leistet. Der Abschluss der Veranstaltung fand mit einem geselligen Apéro statt, bei dem die Anwesenden die Möglichkeit hatten, Erfahrungen auszutauschen und sich auf die gemeinsame Zukunft zu freuen.