Medizintechnik im Aufbruch: Nidwalden investiert in die Zukunft der Gesundheitsausbildung
In Nidwalden tut sich was! Der Kanton Obwalden hat einen neuen Lehrgang ins Leben gerufen, der nicht nur finanziell unterstützt wird, sondern auch in der Region für frischen Wind sorgt. Mit 130’000 Franken aus dem Swisslos-Fonds wird die Höhere Fachschule für Medizintechnik in Sarnen aufgestockt. Das Ziel? Ein Ausbildungsangebot kreieren, das den Bedürfnissen der modernen Arbeitswelt im Gesundheitswesen gerecht wird. Diese neue Richtung in der Ausbildung steht für die Zukunft – und die ist jetzt.
Seit über 30 Jahren werden an der Höheren Fachschule Medizintechnik Sarnen Fachleute für das Gesundheitswesen ausgebildet. Der neueste Lehrgang in Prozesstechnik mit einer Spezialisierung auf das Gesundheitswesen soll Fachpersonen hervorbringen, die in der Lage sind, komplexe Prozesse zu analysieren und zu optimieren. Ein ganz wichtiger Punkt, denn gerade in Spitälern, Pflegeeinrichtungen und Verwaltungen müssen Abläufe effizient gestaltet werden. Christian Schäli, der Vorsteher des Bildungsdepartements, hat betont, wie wichtig diese Entwicklung für die regionale und nationale Wirtschaft ist. Es ist eine Bereicherung für die Bildungslandschaft in Obwalden!
Medizintechnik im Aufschwung
Die Nachfrage nach Medizintechnikern steigt stetig – ein Blick auf die demografische Entwicklung zeigt, dass die alternde Bevölkerung und der Bedarf an Gesundheitsüberwachung immer mehr an Bedeutung gewinnen. Medizintechniker sind in der Lage, medizinisch-technische Geräte zu entwickeln, herzustellen und anzuwenden. Das sind echte Allrounder! Die Aufgaben reichen von der Montage und Wartung medizinischer Geräte über die Analyse und Behebung von Störungen bis hin zur Durchführung von Sicherheitsprüfungen. Und das Beste? Auch das Schulung des Bedienpersonals gehört zu ihrem Repertoire!
Ein Blick auf die Weiterbildung zum Medizintechniker zeigt, dass diese entweder zwei Jahre in Vollzeit oder vier Jahre in Teilzeit dauert. Die Ausbildung erfolgt an Fachschulen oder Fachakademien und vermittelt sowohl theoretisches Wissen – von Mathe bis Betriebswirtschaft – als auch praktische Übungen und Projektarbeiten. Am Ende steht der staatlich geprüfte Medizintechniker, ein Titel, der in der Branche sehr geschätzt wird. Wo arbeiten diese Fachleute? In Krankenhäusern, Dialysezentren oder bei Herstellern von medizinischen Geräten. Die Möglichkeiten sind vielfältig!
Neue gesetzliche Rahmenbedingungen
Mit dem Inkrafttreten des „Gesetzes über die Berufe in der medizinischen Technologie“ am 1. Januar 2023 wird die Ausbildung in diesem Bereich noch zukunftsorientierter gestaltet. Der Gesetzgeber verfolgt das Ziel, die Berufe in der medizinischen Technologie zu reformieren und zu stärken. Das umfasst nicht nur die Einführung eines verbindlichen Ausbildungsvertrags mit angemessener Vergütung, sondern auch die Abschaffung von Schulgeld für die Ausbildung. Ein wichtiger Schritt, um diesen Beruf für mehr Menschen zugänglich zu machen!
Die Berufsbezeichnungen wurden ebenfalls modernisiert und heißen nun Medizinische Technologin und Medizinischer Technologe. Die Ausbildungsziele wurden kompetenzorientiert angepasst, und der Umfang der praktischen Ausbildung wurde erweitert. So wird sichergestellt, dass die Fachkräfte von morgen bestens auf die Herausforderungen im Gesundheitswesen vorbereitet sind.
Die Kombination aus staatlicher Unterstützung, angepasster Ausbildung und wachsender Nachfrage könnte die Medizintechnik in der Region wirklich zum Blühen bringen. Und wer weiß, vielleicht ist der nächste Medizintechniker, der die Gesundheitsversorgung revolutioniert, gerade dabei, diesen neuen Lehrgang zu beginnen. Ein Grund mehr, optimistisch in die Zukunft zu blicken!
