Heute ist der 2.07.2026, und in Nidwalden brodelt es gewaltig. Die Diskussion um die Umfahrungsstraße für Stans nimmt immer konkretere Formen an. Der Regierungsrat hat einen Planungskredit von 800.000 Franken beim Landrat beantragt, um die Verkehrsprobleme im Zentrum des Nidwaldner Hauptorts zu lösen. Man möchte den Verkehr vom Dorfkern abhalten und die Anbindung an die A2 für die Verkehrsteilnehmenden aus Ennetmoos verbessern. Das klingt ja alles ganz gut, wenn da nicht die hohen Baukosten von geschätzten 40 Millionen Franken wären. Diese Kosten resultieren zum großen Teil aus der Notwendigkeit, das Zentralbahn-Trassee zu unterqueren.

Die Pläne haben sich seit der letzten Volksabstimmung, die im November 2022 stattfand und bei der die Nidwaldner Stimmbevölkerung die alte Entlastungsstraße Stans West mit 52,7 % Nein-Stimmen abgelehnt hat, weiterentwickelt. Damals gab es viele Kritikpunkte. Fehlende flankierende Maßnahmen, Zweifel an der tatsächlichen Entlastungswirkung und unzureichende Planung anderer Linienführungen wurden laut. Offenbar hat die Bevölkerung ein feines Gespür für solche Dinge, denn eine Straßenplanung, die nur auf dem Papier gut aussieht, muss in der Realität auch funktionieren.

Die neuen Pläne und Varianten

Im Januar 2024 haben Vertreter der Landratsfraktionen und der Gemeinde Stans in einem „Runden Tisch“ einstimmig festgestellt, dass eine Umfahrungsstraße wirklich benötigt wird. Das ist ja schon mal ein Fortschritt! Bis Sommer 2024 wurden verschiedene Varianten für eine Westumfahrung auf denselben Planungsstand gebracht. Im Herbst 2024 wurden dem Runden Tisch insgesamt zwölf Varianten vorgestellt, die dann nach Kosten, Landerwerb, Umweltaspekten und Sicherheit selektioniert wurden. Am Ende wurden zwei Varianten als die besten identifiziert, wobei die größte Zustimmung für Variante 1 gegeben wurde. Diese führt von der Ennetmooserstraße zum Kreisel Bitzi und hat die kürzeste Linienführung.

Variante 2 hingegen führt über den Rotzloch-Kreisel und hat ebenfalls die Notwendigkeit, das Zentralbahn-Trassee zu unterqueren. Interessanterweise wurde bei der Diskussion auch die Möglichkeit eines Straßenabtauschs zwischen Kanton und Gemeinde angesprochen, um effizientere flankierende Maßnahmen zu ermöglichen. Das klingt nach einem klugen Schachzug, um den Verkehr besser zu steuern!

Die nächsten Schritte

Was kommt als Nächstes? Nun, die Klärung der verkehrlichen Auswirkungen auf die Kreisel rund um den Länderpark in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Stans steht an. Der Landrat wird im Rahmen der Richtplananpassung über die Linienführung der neuen Straße entscheiden. Es bleibt spannend! Und die Nidwaldner können frühestens 2029 über die Umfahrungsstraße abstimmen, während die Inbetriebnahme nicht vor 2035 zu erwarten ist. Da haben wir also noch etwas Zeit, um die Sache zu beobachten. Vielleicht sind bis dahin auch die Bedenken der Bevölkerung gewichen und die Planer können ihr Konzept umsetzen.

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Die Umfahrungsstraße Stans West wird Teil der 6. Generation des Agglomerationsprogramms, und flankierende Maßnahmen wie Temporeduktionen und verkehrsberuhigende Elemente sind nötig, um die Umweltauswirkungen zu minimieren. Man darf gespannt sein, ob die neuen Ansätze und die Einbeziehung der Gemeinden Ennetmoos und Stansstad tatsächlich zu einer Lösung führen, die alle zufriedenstellt.