In Nidwalden gibt es bald Licht am Ende des Tunnels – oder besser gesagt, entlang des Fuß- und Velowegs zwischen Hergiswil und Stansstad. Die Beleuchtung dieses stark frequentierten Abschnitts wird nun endlich in Angriff genommen. Die Idee dazu stammt aus einer Landratsanfrage aus dem Jahr 2022. Damals wurde der Weg, der teilweise unter dem Viadukt der A2 verläuft, als „dunkles Loch“ bezeichnet. Ein Zustand, der sowohl Pendlerinnen und Pendler als auch Freizeitverkehr verunsicherte und die Sicherheit gefährdete.

Ursprünglich plante der Regierungsrat, den Weg mit solarbetriebenen Leuchten auszustatten. Dies stellte sich jedoch als unzureichend heraus, da auf der Strecke von 1200 Metern keine elektrische Erschließung vorhanden ist. Die Baudirektion hat daher die solarbetriebene Lösung aufgegeben und verfolgt nun eine Variante mit Stromverkabelung. Diese Entscheidung soll sicherstellen, dass es in den Wintermonaten nicht zu Ausfällen kommt. Die Stromversorgung wird über Einspeisepunkte beim Bootshafen Hergiswil und bei der Acheregg gewährleistet.

Beleuchtung für mehr Sicherheit

Die neue Beleuchtung wird über Bewegungssensoren aktiviert, um sowohl den Energieverbrauch als auch die Lichtverschmutzung zu minimieren. Diese Maßnahme ist Teil eines größeren Plans, die Sicherheit auf diesem stark frequentierten Fuß- und Veloweg zu erhöhen. Die Planung erwies sich als anspruchsvoller als zunächst angenommen, was zusätzliche Abklärungen mit dem Bundesamt für Strassen (Astra) und den Gemeinden Stansstad und Hergiswil erforderlich machte.

Die LED-Leuchten werden an Galerieträgern, Kandelabern oder Stützen befestigt. Bohrungen in der Betondecke der Autobahngalerie sind unzulässig, weshalb alternative Lösungen gefunden werden mussten. Das Bauprojekt liegt aktuell bei der Baudirektion in Stans und der Gemeindeverwaltung Hergiswil und wird bis zum 29. Mai 2026 öffentlich aufgelegt. Die Inbetriebnahme der Beleuchtungsanlage ist für den Herbst 2023 geplant.

Relevanz der Straßenbeleuchtung

Die Straßenbeleuchtung spielt eine entscheidende Rolle für die Sicherheit und Benutzbarkeit öffentlicher Straßen und Wege. Sie ist nicht nur für Fußgänger und Radfahrer von Bedeutung, sondern trägt auch zur allgemeinen Verkehrssicherheit bei. Es gibt zahlreiche Vorschriften, die die Anforderungen, den Betrieb und die Wartung der Straßenbeleuchtung regeln. In Deutschland beispielsweise sind die gesetzlichen Grundlagen im Straßen- und Wegerecht der Bundesländer und der Straßenverkehrs-Ordnung verankert.

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Besonders wichtig ist die Sicherheit an Kreuzungen, Gehwegen und gefährlichen Strecken. Die technischen Vorschriften beinhalten auch Anforderungen an Beleuchtungsklassen und Lichtverteilung, die je nach Verkehrsdichte und Gefahrenpotenzial variieren können. Der Einsatz von energieeffizienten LED-Leuchtmitteln hat in den letzten Jahren zugenommen, was nicht nur die Betriebskosten senkt, sondern auch signifikante CO₂-Reduktionen zur Folge hat.

Insgesamt zeigt das Vorhaben, dass die Gemeinden in Nidwalden bestrebt sind, nicht nur die Sicherheit zu erhöhen, sondern auch nachhaltige Lösungen zu finden, die den Bedürfnissen der Nutzer gerecht werden. Mit der neuen Beleuchtung entlang des Fuß- und Velowegs zwischen Hergiswil und Stansstad wird ein weiterer Schritt in die richtige Richtung gemacht.