Heute ist der 28.04.2026 und die Themen rund um die Perimenopause gewinnen zunehmend an Bedeutung. Jeanette Kuster, Journalistin, Kommunikationsexpertin und Yogalehrerin, hat sich intensiv mit den Herausforderungen dieser Lebensphase auseinandergesetzt. Sie selbst erlebt Symptome wie Traurigkeit, Erschöpfung und Schlafstörungen, die ihr Arzt auf Stress zurückführt. Diese Erfahrungen führten sie zu der Erkenntnis, dass sie sich in der Perimenopause befindet – einer Zeit, in der viele Frauen ähnliche Symptome durchleben, oft ohne sie richtig einordnen zu können.
In ihrem Buch «Mittendrin – Die Perimenopause meistern» hat Kuster nicht nur ihre eigenen Erlebnisse dokumentiert, sondern auch zahlreiche Erfahrungsberichte anderer Frauen gesammelt. Sie spricht mit Expertinnen aus den Bereichen Medizin, Gynäkopsychiatrie, Yoga, Ernährung und Arbeitswelt. Die persönlichen Geschichten, die sie zusammengetragen hat, zeigen die vielfältigen Herausforderungen in der Perimenopause, von depressiven Verstimmungen bis hin zu Blasenentzündungen.
Ein neuer Blick auf die Wechseljahre
Die Wechseljahre sind mehr als nur eine Phase des Wandels – sie bieten Frauen die Chance, ihre Bedürfnisse neu wahrzunehmen. Kuster verbindet in ihrem Buch subjektive Erlebnisse mit fachlichen Einordnungen und erklärt die körperlichen sowie geistigen Veränderungen, die während der Perimenopause auftreten können. Zudem gibt sie Unterstützungsmöglichkeiten an die Hand, sei es durch Hormone, Bewegung, Ernährung oder alternative Methoden. Diese Ansätze sind wichtig, um die eigene Gesundheit aktiv zu gestalten und die Herausforderungen dieser Lebensphase besser zu meistern.
Eine besondere Gelegenheit, mehr über dieses Thema zu erfahren, bietet sich am Freitag, 8. Mai 2026, um 19.00 Uhr in der Kantonsbibliothek Nidwalden. Dort wird Kuster eine Lesung halten und im Gespräch vertiefende Einblicke in die Perimenopause geben. Die Veranstaltung ist kostenlos, jedoch ist eine Anmeldung erforderlich (E-Mail: kantonsbibliothek@nw.ch).
Das Thema der Perimenopause ist nicht nur für Frauen von Bedeutung, sondern sollte auch in der Gesellschaft mehr Beachtung finden. Ein offener Austausch über die körperlichen und psychischen Veränderungen kann dazu beitragen, das Stigma zu brechen, das oft mit dieser Lebensphase verbunden ist. Durch Veranstaltungen wie die von Jeanette Kuster wird der Dialog gefördert, und es wird Raum geschaffen für Verständnis und Unterstützung, sowohl im persönlichen als auch im gesellschaftlichen Kontext.