Im April hat der Vorstand der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden eine Vielzahl von Projekten in den Fokus genommen. Insgesamt wurden 36 Vorhaben behandelt, die sich über die malerischen Kantone Graubünden, Wallis, Tessin, Bern, Freiburg, Jura, Neuenburg, Uri, Glarus, Luzern, Nidwalden und St. Gallen erstrecken. Die Tätigkeitsfelder der Patenschaft sind vielfältig: Sie reichen von der Verbesserung der Gemeindeinfrastrukturen über den Schutz der Alpen bis hin zu Wiederaufbauarbeiten nach Naturkatastrophen. Besonders die Ausbildung der jungen Generation liegt den Verantwortlichen am Herzen, denn sie ist ein entscheidender Faktor für die Zukunft der Berggemeinden.

Die finanzielle Unterstützung dieser Projekte spielt eine zentrale Rolle für den Fortbestand der Berggemeinden. Ein bemerkenswertes Beispiel ist der Wiederaufbau in Blatten im Lötschental, wo 722’400 Franken aus dem «Blatten Bergsturz Fonds» bereitgestellt werden. Diese Mittel sind für Soforthilfe, die Errichtung einer Abwasserreinigungsanlage, die Wasserleitung sowie notwendige Sicherungsmassnahmen vorgesehen. Aber nicht nur Infrastrukturprojekte stehen im Mittelpunkt: Auch Schulprojekte werden großzügig gefördert. So fließen 200’000 Franken in die Sanierung des Schulhauses Than in Rüderswil, während 200’950 Franken der Schulraumerweiterung in Entlebuch zugutekommen.

Wasserversorgung und Gemeindeprojekte

Die Unterstützung beschränkt sich nicht nur auf Schulen. Auch die Wasserversorgung erhält dringend benötigte finanzielle Mittel. Beispielsweise werden 75’000 Franken für die Teilsanierung der Wasserversorgung Eggberge in Altdorf bereitgestellt. In Corcelles fließen 100’000 Franken in die Sanierung der Trink-, Lösch- und Abwasserleitungen, während in Isone ebenfalls 100’000 Franken für einen Kanalisationsanschluss zur Verfügung stehen. Die Gemeinalp Niederbauen in Emmetten wird mit 25’000 Franken für ihre Wasserversorgung unterstützt. Um die Sanierung der Wasserversorgung auf den Alpen der Ortsgemeinde Mels zu realisieren, werden zudem Gönnerinnen und Gönner gesucht.

Zusammenfassend fließen über 318 Millionen Franken in Projekte für die Berggemeinden, die nicht nur der Infrastruktur, sondern auch der Lebensqualität der Bewohner zugutekommen. Diese Investitionen sind essenziell, um den Herausforderungen des wirtschaftlichen Strukturwandels, der demographischen und klimatischen Veränderungen in den Bergregionen zu begegnen.

Nationale Regionalpolitik und ihre Ziele

Angesichts der wachsenden Sorgen um die Lebens- und Arbeitsperspektiven in den Berggebieten hat die Nationale Regionalpolitik (NRP) von 2020 bis 2023 Pilotmaßnahmen initiiert. Diese sollen gezielt Impulse setzen, wo bestehende Instrumente nicht ausreichen. Die NRP zielt darauf ab, wirtschaftliche Entwicklungsimpulse in peripheren Berggebieten zu fördern und private sowie öffentliche Akteure zu mobilisieren. Ein politischer und gesellschaftlicher Konsens über die Notwendigkeit guter Lebens- und Arbeitsperspektiven in diesen Regionen ist unerlässlich, um den Herausforderungen erfolgreich zu begegnen.

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Die NRP-Maßnahmen bieten eine experimentelle Handhabung bestehender Kriterien, um regionale Projekte zu realisieren und unterstützen Projektträger bei der Projektvorbereitung. Die Einführung von „Reallabors“ für unkonventionelle Ideen zur wirtschaftlichen Entwicklung ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Ziel ist es, die Lebensqualität in den Berggebieten zu erhöhen und nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen von heute zu finden.

Für weitere Informationen über die Projekte und deren Unterstützung besuchen Sie bitte diese Seite und erfahren Sie mehr über die Förderungen in den Berggemeinden und die Rolle der NRP hier.