Heute ist der 20.05.2026, und in Nidwalden brodelt es ordentlich in der Baupolitik. Die Gemeinde Emmetten steht vor einer echten Herausforderung, die nicht nur die lokalen Bauzonen betrifft, sondern auch die Zukunft der Gemeinde selbst. Im Jahr 2014 wurde das kantonale Planungs- und Baugesetz totalrevidiert, was weitreichende Änderungen zur Bebaubarkeit von Grundstücken mit sich brachte. Der zulässige Nutzkörper wird jetzt anhand des Hüllenmodells bestimmt. Ja, das ist neu und bringt eine frische Brise in die alte Bauordnung. Aber das hat auch seine Schattenseiten, denn die bisherigen Regelungen zur Geschossigkeit und Ausnützungsziffer sind weggefallen – und das sorgt für ordentlich Gesprächsstoff in der Bevölkerung!

Man könnte sagen, die Umsetzung des revidierten Gesetzes geht in Emmetten nur schleppend voran. Die Gemeinde musste ihre Bauzonen für Wohnnutzungen auf ein gesetzlich zulässiges Maß reduzieren. Das hat bei einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung im Juni für reichlich Diskussionen gesorgt. Fast 5,4 Hektar wurden um- und rückgezont, und das hat natürlich nicht allen gepasst. Beschwerden gegen diese Beschlüsse wurden beim Regierungsrat eingereicht. Aber der winkte ab und stimmte der Gesamtrevision der Nutzungsplanung zu. Einige Beschwerdeführer sind damit aber nicht einverstanden und haben die Entscheide ans Verwaltungsgericht weitergezogen. Das ganze Hin und Her sorgt dafür, dass das neue Bau- und Zonenreglement in Emmetten vorerst nicht in Kraft gesetzt werden kann.

Ein drohendes Baumoratorium

Und jetzt kommt der spannende Teil: Die Gemeinde Emmetten könnte die gesetzte Frist vom 1. Januar 2027 für die Umsetzung des Bau- und Planungsgesetzes nicht einhalten. Was bedeutet das? Ein mögliches Baumoratorium – und das wäre für viele ein echter Schock. Der Nidwaldner Regierungsrat sieht die Gemeinde jedoch im Grundsatz als pflichtgemäß an und hat eine genehmigungsfähige Zonenordnung verabschiedet. Ein Moratorium soll unbedingt vermieden werden! Die hängigen Beschwerden können, so die Hoffnung, ohne generellen Baustopp behandelt werden.

Um diese brenzlige Situation zu entschärfen, plant der Regierungsrat eine Vorlage für eine Fristverlängerung zur Umsetzung der neuen Planungs- und Baugesetzgebung. Diese soll im Herbst im Kantonsparlament beraten werden. Ein kluger Schritt, um den Druck aus dem Kessel zu nehmen und vielleicht doch noch eine Einigung zu finden. Die Frage bleibt, ob die betroffenen Parteien bis dahin an einem Strang ziehen können – oder ob die Fronten sich noch weiter verhärten.

Wie sich die Situation entwickeln wird, bleibt spannend. Die Baupolitik in Nidwalden, speziell in Emmetten, ist ein echtes Paradebeispiel dafür, wie komplex und vielschichtig solche Themen sein können. Und jeder, der sich für das Wohnen, für die Entwicklung der Gemeinde und die zukünftige Lebensqualität interessiert, sollte die Augen und Ohren offenhalten. Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen das Ruder noch herumreißen können, bevor die Lage eskaliert.

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