Wasserkriminalität im Wasserschloss: Ein strukturelles Dilemma der Schweiz
Heute ist der 24.06.2026 und wir schauen nach Neuenburg, wo zurzeit ein spannendes Forschungsprojekt an der Universität Neuenburg läuft. Hier wird die Wasserkriminalität in der Schweiz unter die Lupe genommen. Man könnte sagen, die Wasserfrage ist nicht nur ein ökologisches, sondern auch ein rechtliches Dilemma. Laut der Universität gibt es große Lücken bei der strafrechtlichen Verfolgung von Wasserdelikten. Und das, obwohl die Schweiz als „Wasserschloss Europas“ gilt! Irgendwie ironisch, wenn man bedenkt, wie belastet unsere Gewässer mit Pestiziden, Mikroverunreinigungen und Stickstoff sind.
Eingefädelt wurde diese Forschung vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und sie soll bis August 2029 andauern. Ende Mai fand dann an der Universität Neuenburg eine nationale Konferenz statt, bei der eine erste Bestandsaufnahme präsentiert wurde. Fachleute aus Forschung und Behörden kamen zusammen, um sich über das Thema auszutauschen. Und was kam heraus? Die aktuellen Instrumente zur Bekämpfung der Wasserkriminalität sind unzureichend. Ein zentrales Problem ist die Fragmentierung der Normen auf verschiedene Gesetze. Das führt zu uneinheitlichen Praktiken in den Kantonen. Man fragt sich, wie lange das noch so weitergehen kann!
Ein strukturelles Phänomen
Die Projektinitiatorin Nadja Capus ist sich bewusst, dass Wasserkriminalität oft nur als Einzelfälle wahrgenommen wird. Dabei handelt es sich um ein vielschichtiges, strukturelles Phänomen. Ihr Ziel? Das Phänomen sichtbar und bearbeitbar für die Justiz zu machen. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die auch die Disziplinen Strafrecht, Kriminologie und Rechtssoziologie miteinander verbindet. Es ist wie ein Puzzle, bei dem viele Teile noch fehlen. Und das, obwohl wir in einem Land leben, das für seine sauberen Gewässer bekannt ist!
Es bleibt abzuwarten, welche Lösungen das Projekt bis 2029 hervorbringen wird. Vielleicht wird es bald ein einheitliches Regelwerk geben, das die Kantone vereint und die Wasserkriminalität besser bekämpft. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Für die Bürgerinnen und Bürger ist es wichtig zu wissen, dass ihre Gewässer nicht nur als Ressource, sondern auch als schützenswertes Gut angesehen werden müssen. Denn am Ende des Tages sind es unsere Lebensadern, die wir bewahren sollten.
