Pink Cube: Ein neues Licht für die Brustkrebsvorsorge in Luzern
In der Schweiz kämpft jede achte Frau im Laufe ihres Lebens gegen Brustkrebs. Ein erschreckender Gedanke, nicht wahr? Diese Krankheit ist die häufigste Krebsart bei Frauen und gehört zu den häufigsten krebsbedingten Todesursachen. Umso wichtiger, dass im Kanton Luzern im kommenden Juli ein neues Brustkrebsvorsorgeprogramm startet. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, der vielen Frauen helfen soll, rechtzeitig auf die Erkrankung aufmerksam zu werden und die Behandlung zu erleichtern.
Das Programm wird Frauen zwischen 50 und 74 Jahren ansprechen und sie alle zwei Jahre zur Mammografie einladen. Diese Einladungen werden gestaffelt verschickt – also nicht gleich alle auf einmal, sondern in gut überlegten Abständen. Wer in Luzern lebt, keine Brustkrebserkrankung hat und die letzte Mammografie mehr als ein Jahr zurückliegt, kann sich darauf freuen. Und das Beste daran: Die Teilnahme ist freiwillig! Die Untersuchung selbst ist von der Franchise befreit. Ein kleiner Selbstbehalt von etwa 15 Franken bleibt jedoch. Aber hey, das ist ein kleiner Preis, wenn man bedenkt, dass man damit potenziell lebensrettende Informationen bekommt.
Die Details zum Programm
Frauen, die sich für die Mammografie anmelden möchten, haben die Möglichkeit, sich eine persönliche Referenznummer zu besorgen. Das Programm wird unter dem Motto „Pink Cube“ beworben, wo Fachpersonen bereitstehen, um Fragen zu beantworten und sogar kostenlose gynäkologische Beratungen anzubieten. In Hochdorf, Luzern, Sursee und Willisau werden im August verschiedene Termine angeboten, um sich über Brustkrebsvorsorge zu informieren – ein richtiges Event, bei dem man sich austauschen kann!
Die Mammografie-Bilder werden von zwei unabhängigen Fachärztinnen oder -ärzten beurteilt, was für zusätzliche Sicherheit sorgt. Die Ergebnisse bekommt man ganz bequem per Post zugesendet. Ist alles unauffällig, kann man sich nach zwei Jahren auf eine neue Einladung freuen. Statistisch gesehen erhalten von 1000 Teilnehmerinnen etwa 960 einen unauffälligen Befund. Aber – und das ist wichtig – 40 Frauen müssen zu weiteren Abklärungen. Und bei 5 von 1000 Frauen wird tatsächlich Brustkrebs diagnostiziert.
Ein Blick über die Grenzen hinaus
Was in Luzern startet, ist nicht nur lokal von Bedeutung. In Deutschland zeigt das Mammographie-Screening-Programm, dass regelmäßige Untersuchungen die Entdeckungsrate von Brustkrebs im Frühstadium erheblich erhöhen können. Rund 18.000 Karzinome wurden dort entdeckt, und der größte Teil war im Frühstadium. Das spricht für die Notwendigkeit solcher Programme, denn je früher die Krankheit erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.
Mit über 2,9 Millionen untersuchten Frauen und einer Teilnahmequote von 51 % kann man sich leicht vorstellen, wie wichtig das Thema ist. Das Risiko, im Alter zu erkranken, steigt – besonders bei Frauen zwischen 65 und 69 Jahren. Deshalb ist es umso entscheidender, dass Frauen in dieser Altersgruppe regelmäßig zur Mammografie gehen. Das Luzerner Programm könnte ein ähnlicher Erfolg werden, wenn sich viele Frauen beteiligen.
Für weitere Informationen und zur Anmeldung steht die Dienststelle Gesundheit und Sport zur Verfügung, erreichbar unter der Telefonnummer 041 228 66 00. Die Telefonzeiten sind Montag bis Donnerstag von 08:00 bis 12:00 Uhr und 13:30 bis 17:00 Uhr – am Freitag ist es bis 16:00 Uhr ein wenig kürzer. Es ist an der Zeit, aktiv zu werden und die eigenen Gesundheitschancen in die Hand zu nehmen!
Schaut gerne auf die Website brustkrebsvorsorge.lu.ch für mehr Informationen. Denn wer sich frühzeitig kümmert, hat die besten Chancen! Und das ist doch einfach wichtig.
