Heute ist der 2.06.2026, und während Luzern sich im Alltag bewegt, bleibt die Ombudsstelle ein fester Anlaufpunkt für all jene, die sich mit der Stadtverwaltung auseinandersetzen müssen. Seit ihrer Gründung am 6. Januar 2014 hat die Ombudsstelle unter der Leitung von Lucia Schnider Stulz, die mit 49 Jahren schon eine beeindruckende Karriere hinter sich hat, eine bemerkenswerte Entwicklung durchgemacht. Mit einem kleinen, aber feinen Team ist sie stets bereit, den Bürgern in Konfliktsituationen mit dem Stadtrat oder der Stadtverwaltung zur Seite zu stehen.
Im Jahr 2025 bearbeitete die Ombudsfrau mit ihrem Team 498 neue Geschäfte. Das macht einen klaren Hinweis auf die wachsende Bekanntheit und das Vertrauen in die Ombudsstelle. Tatsächlich wurden 392 Personen mit kurzen Auskünften versorgt oder an die zuständigen Stellen verwiesen – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, als nur 333 Personen Hilfe suchten. Es ist spannend zu sehen, wie die Menschen die Ombudsstelle als vertraulichen Partner in ihren Anliegen schätzen.
Die Aufgaben der Ombudsstelle
Die Ombudsstelle hat sich zum Ziel gesetzt, einen konstruktiven Dialog zwischen den Beteiligten herzustellen. Dabei werden Beschwerden unvoreingenommen angehört und unabhängig überprüft. Bei Konflikten wird aktiv vermittelt und nach Lösungen gesucht. Im Berichtsjahr wurden 106 Fälle bearbeitet, wobei die meisten davon die Sozial- und Sicherheitsdirektion betrafen. Hierzu zählen insbesondere Fragen zur Sozialhilfe und die Zusammenarbeit mit Beistandspersonen. Interessanterweise wandten sich auch 21 städtische Mitarbeitende an die Ombudsstelle – ein Anstieg von 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die Ombudsstelle, die an der Adresse Hirschengraben 31 in Luzern zu finden ist, bietet unabhängige, vertrauliche und kostenlose Hilfe. Bürger können ihre Anliegen auf verschiedene Weisen vorbringen: telefonisch, per E-Mail oder auch persönlich während einer Sprechstunde. Lucia Schnider Stulz und ihr Stellvertreter Otmar Kreiliger, der 58 Jahre alt und Vater von zwei erwachsenen Kindern ist, stehen bereit, um die Menschen zu unterstützen.
Ein Blick in die Zukunft
Im Jahresbericht 2025 sind nicht nur Statistiken, sondern auch exemplarische Kurzbeschreibungen von Fällen zu finden. Dies gibt den Bürgern einen Einblick in die Arbeit der Ombudsstelle und zeigt, wie wichtig es ist, dass ihre Anliegen Gehör finden. Ab Anfang 2026 wird das Pensum der Stellvertretung von 20 auf 50 Prozent erhöht, was darauf hindeutet, dass die Ombudsstelle weiterhin wachsen und sich an die Bedürfnisse der Bevölkerung anpassen möchte.
Wusstest du, dass die Initiative zur Ombudsstelle auf eine Motion von Grossstadträtin Luzia Vetterli (SP) aus dem Jahr 2009 zurückgeht? Ursprünglich wollte der Stadtrat die Anlaufstelle aus Kostengründen nicht vor 2016 einführen, doch das Stadtparlament entschied sich für eine Eröffnung bereits 2014. Das Stadtparlament bewilligte einen jährlichen Kostenrahmen von 100’000 bis 150’000 Franken, was zeigt, wie wichtig dieses Anliegen für die Stadt war.
Wenn du also einmal das Bedürfnis hast, dich mit einem Anliegen an die Stadtverwaltung zu wenden, sei dir gewiss: Die Ombudsstelle ist für alle Menschen da, unabhängig von Alter, Nationalität oder Wohnsitz. Sie bietet einen Raum, in dem man gehört wird. Die Kontaktinformationen lauten: Tel. 041 241 04 44, E-Mail: info@ombudsstelle-stadt-luzern.ch, und die Webseite ist www.ombudsstelle-stadt-luzern.ch. Ein guter Ort, um Unterstützung zu finden!