Die Reformierte Kirche Kanton Luzern hat in ihrer Jahresrechnung 2025 eine erfreuliche Überraschung präsentiert: Ein Ertragsüberschuss von rund 169’000 Franken! Das hat man so nicht kommen sehen, denn ursprünglich hatte man mit einem Aufwandüberschuss von etwa 172’000 Franken gerechnet. Wie kommt das? Nun, der Steuerertrag lag bei 2,97 Millionen Franken und übertraf die Erwartungen um rund 190’000 Franken – das sind fast sieben Prozent mehr als budgetiert. Dazu kommt, dass der betriebliche Aufwand mit 2,83 Millionen Franken um etwa 178’000 Franken unter dem Budget blieb. Das Ganze ist also eine runde Sache, die viel mit einer soliden Budgetdisziplin und höheren Steuererträgen von juristischen Personen zu tun hat.
Ein bisschen mehr als ein Jahr zuvor, nämlich in 2024, sah die Lage sogar noch rosiger aus. Da konnte die Reformierte Kirche Kanton Luzern einen Ertragsüberschuss von etwa 318’000 Franken verzeichnen, bei einem budgetierten Minus von rund 189’000 Franken. Der Steuerertrag betrug in diesem Jahr rund 2,8 Millionen Franken und war um etwa 400’000 Franken höher als geplant. Auch hier war der betriebliche Aufwand erfreulicherweise um rund 150’000 Franken unter dem Budget. Das alles zeigt, dass die Kirche finanziell auf einem stabilen Weg ist.
Spenden und Zuweisungen
Ein Teil des Ertragsüberschusses aus 2025 wurde bereits sinnvoll verwendet. So wurden 139’000 Franken dem Eigenkapital zugewiesen – basierend auf einem Antrag der Geschäftsprüfungskommission (GPK). Ein anderer Antrag, der vorsah, 130’000 Franken in den Fonds für Seelsorge und Diakonie sowie 9’000 Franken dem Eigenkapital zuzuweisen, fand jedoch keine Mehrheit. Dennoch bleibt die Unterstützung der Gemeinschaft nicht auf der Strecke: Die Reformierte Kirche spendet 10’000 Franken an das Hilfswerk der Evangelisch-reformierten Kirchen Schweiz (HEKS) für humanitäre Hilfe und zusätzlich 20’000 Franken an das Ökumenische Institut Luzern an der Theologischen Fakultät der Universität Luzern.
Im Jahr 2024 wurde ebenfalls großzügig gespendet. Hier flossen 20.000 Franken an das Hilfswerk HEKS und 20.000 Franken an das Hilfswerk Mission 21. Letzteres unterstützt das Projekt „Kühe für den Frieden in Ruanda“, wovon die Hälfte der Summe für diesen Zweck bestimmt ist. Das zeigt, dass die Kirche nicht nur auf ihre Finanzen achtet, sondern auch Verantwortung für die Welt übernimmt. Die Synode genehmigte auch diese Jahresrechnung, was ein weiterer Beweis für das Vertrauen in die finanzielle Lage der Kirche ist.
Ein Blick in die Zukunft
Interessanterweise wird in der kommenden Zeit auch das Lohnsystem des Personals überprüft. Der Synodalrat hat den Auftrag erhalten, die Löhne in den Kirchgemeinden zu vergleichen und gegebenenfalls anzupassen. Ab 1. Januar 2026 gibt es einen Teuerungsausgleich von etwa 1,3 Prozent, was für die Angestellten sicherlich eine willkommene Nachricht ist. Zudem wurde eine Teilrevision des Organisationsgesetzes beschlossen, die die Hürden für ein fakultatives Referendum herabsetzt. All diese Entwicklungen zeigen, dass die Reformierte Kirche Kanton Luzern bereit ist, sich an Veränderungen anzupassen und die Bedürfnisse der Gemeindemitglieder im Blick zu behalten.
Die Synodalratspräsidentin Lilian Bachmann hat zudem den Jahresbericht für 2024 vorgestellt, der auf report.reflu.ch veröffentlicht ist. Der Bericht thematisiert nicht nur die finanziellen Aspekte, sondern auch die gesellschaftlichen Veränderungen und die Rolle der Kirche dabei. Es ist spannend zu sehen, wie die Reformierte Kirche Kanton Luzern mit den Herausforderungen der Zeit umgeht und gleichzeitig ihre Werte und Traditionen hochhält.