In Luzern, wo die Bauverfahren manchmal mehr Geduld erfordern als ein gutes Stück Käse beim Reifungsprozess, gibt es Neuigkeiten! Die Baudirektorin Korintha Bärtsch hat sich in den letzten Jahren für die Optimierung der Bauverfahren stark gemacht. Lange Wartezeiten waren lange Zeit das große Thema, und die Stadt hatte sich in den Kopf gesetzt, dass es besser werden muss. Tatsächlich hat sich die Bearbeitungsdauer von Baugesuchen „markant“ verringert, und die durchschnittliche Wartezeit beträgt mittlerweile rund fünf Monate. Doch das ist immer noch weit entfernt von den angestrebten 40 Arbeitstagen, die der Kanton als Ziel vorgibt. Hier ist die Realität deutlich hinterhergeblieben.
Im Dezember 2020 hat der Grosse Stadtrat einen Sonderkredit von fast 4,7 Millionen Franken bewilligt, um das Baubewilligungsverfahren zu beschleunigen. Ziel war es, die Abläufe und Prozesse zu verbessern. Und die ersten Erfolge sind bereits sichtbar: Über 50% der beschlossenen Maßnahmen wurden umgesetzt, und 680 pendenten Geschäften wurde der Garaus gemacht. So hat man 410 Stellenprozente für die Bearbeitung von Baugesuchen bewilligt. Das zeigt, dass man sich ernsthaft bemüht, den Baustau aufzulösen.
Ein Blick hinter die Kulissen
Doch wie läuft es eigentlich im Detail ab? Die kommunale Behörde ist dafür verantwortlich, die Gesuche auf die Einhaltung der öffentlich-rechtlichen Bestimmungen zu prüfen. Und hier wird es spannend! Der Bauherr plant eine Baute, der Planverfasser setzt die Ideen in einen konkreten Entwurf um. Und dann gibt es noch die kantonale Behörde, die ebenfalls ihre Nase im Spiel hat und die Einhaltung der Bestimmungen auf Kantonsebene prüft. Das ist eine enge Zusammenarbeit, die nötig ist, um die Gesuche zügig und sachgerecht zu bearbeiten.
Aktuell sind die Anforderungen gestiegen, dennoch hat man im Jahr 2023 bereits 531 Baugesuche bearbeitet. Das ist ein echter Lichtblick, auch wenn man nicht übersehen kann, dass der Handlungsbedarf weiterhin hoch bleibt. Technische Anpassungen an Systemen und Schnittstellen sind notwendig, und auch die personellen Ressourcen müssen aufgestockt werden. Ein Antrag auf 250 unbefristete und 100 befristete Stellenprozente steht auf der Agenda.
Ein Weg voller Herausforderungen
Das Einführen von Gebühren für Bauberatungen ab Oktober 2024 wird ebenfalls eine interessante Wendung nehmen. Man könnte sagen, das ist ein Schritt in die richtige Richtung, um ein kundenfreundliches Verfahren zu gestalten. Dennoch bleibt die Frage, wie sich das auf die Bauwilligen auswirken wird. Die Stadt hat das Ziel, ein qualitätsvolles und effizientes Baubewilligungsverfahren zu etablieren. Ob das gelingt, wird sich zeigen, besonders wenn man bedenkt, dass die Realität oft etwas anders aussieht als die Theorie.
Es bleibt spannend in Luzern! Ein bisschen wie beim Warten auf den nächsten Bus: Man weiß, dass er irgendwann kommen wird, aber die Geduld wird auf die Probe gestellt. Mit den neuen Maßnahmen und der engagierten Arbeit der Verantwortlichen gibt es jedoch berechtigte Hoffnung auf Besserung. Die Bauwilligen können also aufatmen – vielleicht wird das Warten bald weniger schmerzhaft.