Heute ist der 28.04.2026 und die Stadt Luzern zeigt sich auf einem vielversprechenden Weg in eine nachhaltige Zukunft. Die Umrüstung auf fossilfreie Heizungen schreitet schneller voran als ursprünglich geplant. Seit Anfang 2023 wurden bereits rund zehn Heizsysteme ersetzt, was zu einer beeindruckenden Einsparung von etwa 450 Tonnen CO2 geführt hat. Diese Maßnahme ist Teil der umfassenden Klima- und Energiestrategie, die 2022 angenommen wurde und bis 2030 eine weitere CO2-Reduktion von rund 2175 Tonnen zum Ziel hat.
Die bisherigen Kosten für die Umrüstung belaufen sich auf 4,4 Millionen Franken, während ein bewilligter Kredit von 12,8 Millionen Franken für die gesamte Umrüstung bereitsteht. Der Stadtrat hat kürzlich einen Zusatzkredit von 1,65 Millionen Franken beantragt, um die gestiegenen Kosten zu decken, die durch zusätzliche bauliche Maßnahmen und häufigere Baubewilligungsverfahren entstanden sind. Die nächsten Liegenschaften, die umgerüstet werden, sind das Stadthaus, das Richard Wagner Museum sowie die Schulhäuser Unterlöchli, Felsberg und Geissenstein.
Geplante Projekte und Fortschritte
Im Schulhaus Utenberg und der Kinder- und Jugendsiedlung stehen ebenfalls zwei alte fossile Heizungen auf der Liste der Erneuerungen. Ein innovatives Projekt ist die geplante Installation eines Nahwärmeverbunds, der mit 40 Erdwärmesonden und einer zentralen Wärmezentrale ausgestattet wird. Dieses System soll den CO2-Ausstoß von 340 auf nur 20 Tonnen senken und ist für den Betrieb im Herbst 2027 vorgesehen. Die Gesamtkosten für dieses Projekt belaufen sich auf 5,55 Millionen Franken, für das ebenfalls ein Sonderkredit beantragt wird.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Machbarkeitsstudie, die 2024 für das Rathaus und das Am-Rhyn-Haus erstellt werden soll. Es ist ein klares Ziel der Stadt, bis 2030 alle städtischen Gebäude im Verwaltungsvermögen umzustellen. Bis 2035 sollen auch Liegenschaften im Finanzvermögen fossilfrei sein. Insgesamt sind 150 städtische Gebäude betroffen, wobei auf 110 dieser Gebäude Solaranlagen installiert werden sollen. Dies zeigt, dass Luzern aktiv an der Verringerung des ökologischen Fußabdrucks arbeitet und sich zu einem Vorreiter in der nachhaltigen Stadtentwicklung entwickelt.
Ein Blick in die Zukunft
Die konsequente Umstellung auf fossilfreie Heizsysteme ist nicht nur ein Schritt in die richtige Richtung für den Klimaschutz, sondern auch ein Signal an die Bürgerinnen und Bürger, dass nachhaltige Praktiken in der Stadtverwaltung hohe Priorität haben. Die Stadt Luzern ist damit auf einem guten Weg, ihre Klimaziele zu erreichen und gleichzeitig die Lebensqualität ihrer Bewohnerinnen und Bewohner zu erhöhen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Stadt Luzern mit ihrer Umrüstung auf fossilfreie Heizungen nicht nur einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leistet, sondern auch als Beispiel für andere Städte dienen kann. Die Herausforderung der höheren Kosten wird durch innovative Lösungen und eine klare Strategie angegangen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Projekte weiterentwickeln und welche positiven Effekte sie auf die Umwelt und das Stadtbild haben werden.