Luzern 2050: Ein Fest der Vielfalt und Herausforderungen für die Stadtplanung
In Luzern tut sich was! Der Kanton plant bis 2050 ein gewaltiges Bevölkerungswachstum. Um konkret zu sein: Rund 120.000 Menschen sollen hierher ziehen, was die Einwohnerzahl auf etwa 560.000 ansteigen lässt. Das ist mehr als viermal die heutige Einwohnerzahl von Kriens! Ein bisschen wie ein riesiges, belebtes Fest, bei dem jeder eingeladen ist, nur dass es hier um Wohnungen, Infrastruktur und natürlich das Zusammenleben geht.
Besonders städtische Gemeinden wie Kriens werden den Löwenanteil dieses Wachstums schultern. Um das alles in geordnete Bahnen zu lenken, gibt es einen revidierten Richtplan. Der hat es in sich! Es sollen klare Vorgaben für eine nachhaltige Entwicklung geschaffen werden. Der Kantonsrat bekommt dabei zum ersten Mal ein Mitspracherecht, wenn es um die Überarbeitung des Plans geht. Und das ist wichtig, denn alle zehn Jahre wird dieser Richtplan auf Herz und Nieren geprüft und überarbeitet – man will ja nicht, dass die Dinge im Sande verlaufen.
Eine bunte Mischung aus Wachstum
Interessanterweise sollen 75% des Wachstums in städtischen Gemeinden und 25% in ländlichen Gebieten geschehen. Man kann sich das wie ein riesiges Puzzle vorstellen, bei dem die einzelnen Teile genau passen müssen. Dabei gibt es unterschiedliche Kategorien für die Gemeinden: Städtische Gemeinden dürfen ihre Bauzonen um maximal 8% vergrößern, mittlere Gemeinden um 6% und ländliche Gemeinden um 4%. Da werden die Bauplaner ganz schön ins Schwitzen kommen!
Aber das ist noch nicht alles. Mindestvorgaben für Baudichten in gut erschlossenen Lagen werden definiert, und die Zentrumsgebiete sollen an zentralen Siedlungslagen mit hohem Verdichtungspotenzial evaluiert werden. Das klingt alles ein bisschen nach Stadtplanung 2.0, nicht wahr? Und die gute Nachricht für Radfahrer – ja, die Velowege sind jetzt auch auf der Richtplankarte zu finden. Man denkt an alles!
Demografische Veränderungen im Blick
Doch das Wachstum bringt nicht nur neue Nachbarn mit sich. Laut den neuesten Bevölkerungsszenarien wird die ständige Wohnbevölkerung bis 2050 voraussichtlich von 424.851 (Ende 2022) auf rund 491.400 Einwohner/innen ansteigen. Das sind etwa 66.600 Menschen mehr – ein Zuwachs von 15,7 Prozent! Besonders auffällig: Die Altersgruppe ab 65 Jahren wird von 18,5% auf 26,7% steigen. Da wird das Thema „älter werden“ ganz schön präsent!
Es ist auch ein bisschen erstaunlich, dass alle Szenarien davon ausgehen, dass das Wachstum vor allem durch Wanderungsgewinne zustande kommt. Die Stadt Luzern selbst wird mit einem Plus von etwa 10.200 Personen rechnen, während es in ländlicheren Gebieten wie Seetal eher düster aussieht. Dort wird ein Rückgang der Bevölkerung prognostiziert – man fragt sich, warum das so ist. Vielleicht zieht es die Leute einfach in die Stadt!
Die Zukunft im Blick
All diese Entwicklungen werden durch Hypothesen des Bundesamts für Statistik (BFS) untermauert, die sich mit Fertilität, Sterblichkeit und Wanderungen beschäftigen. Bis 2050 wird das Bevölkerungswachstum zu zwei Dritteln durch Wanderungsgewinne und zu einem Drittel durch Geburtenüberschüsse getragen. Das lässt darauf hoffen, dass auch die jüngeren Generationen ihren Platz finden werden – der Jugendquotient bleibt stabil, was ein gutes Zeichen ist.
Die Frage bleibt, wie sich all diese Veränderungen auf das Leben in Luzern auswirken werden. Die Stadt wird lebendiger, bunter und vielfältiger – aber auch herausfordernder. Man kann sich nur wünschen, dass die Planung gut funktioniert und die Stadt für alle, Neuankömmlinge wie Alteingesessene, ein schönes Zuhause bleibt. Ein bisschen Vorfreude auf das, was kommt, schwingt jedoch mit, das ist nicht zu leugnen.
Weitere Informationen zur zukünftigen Entwicklung der Bevölkerung gibt es beim Bundesamt für Statistik.
