St. Gallen träumt wieder: Nach 23 Jahren zurück im Cupfinal!
Ein aufregendes Kapitel in der Geschichte des FC St. Gallen wurde am vergangenen Mittwoch aufgeschlagen, als die Mannschaft nach 23 Jahren endlich wieder den Sprung in den Cupfinal schaffte. Mit einem knappen 1:0 über Servette Genève im Halbfinale sicherte sich das Team von Trainer Peter Zeidler diesen begehrten Platz. Das entscheidende Tor fiel in der 83. Minute und wurde von Basil Stillhart erzielt, der mit einem cleveren Pass von Chikwubuike Adamu die Schwäche von Servettes Torwart Jérémy Frick ausnutzte. Der Keeper hatte eigentlich mit einer Flanke gerechnet – ein Fehler, der bitter für Servette endete.
Der Weg ins Finale war in dieser verkürzten Corona-Saison jedoch nicht ohne Herausforderungen. Nur drei Spiele waren nötig, um ins Finale einzuziehen: Zuerst besiegte St. Gallen die Young Boys im Achtelfinale mit 4:1, und nun setzten sie sich gegen Servette durch. Es war ein intensives Spiel, in dem St. Gallen nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, in der beide Mannschaften einige Chancen hatten, in der zweiten Halbzeit die Kontrolle übernahm. Die Zuschauer im Stade de Genève, die aufgrund der aktuellen Situation nur zu zehnt waren, erlebten ein spannendes Aufeinandertreffen.
Ein Team im Aufwind
Präsident Matthias Hüppi zeigte sich begeistert von der Leistung seiner Mannschaft und sprach von einem Traum, den Cup wieder zu gewinnen. Nach dem Spiel wurde die Mannschaft von den Fans im Stadion empfangen – ein Moment, der den Spielern und Anhängern gleichermaßen Freude bereitete. Trotz der euforischen Stimmung bleibt das Team jedoch unter Druck, denn in der Meisterschaft kämpft St. Gallen gegen den Abstieg. Das nächste Spiel gegen den Schlusslicht FC Sion wird entscheidend sein, um den direkten Abstieg zu vermeiden.
Trainer Zeidler lobte besonders die Leistung des Torhüters Danijel Zigi, der in einem nervenaufreibenden Spiel viele kritische Situationen entschärfen konnte. Stillhart, der das entscheidende Tor erzielte, gestand, dass er ursprünglich einen Pass zu einem Mitspieler spielen wollte, aber die Gelegenheit witterte. Ein Tipp vom Goalietrainer Stefano Razzetti, Frick in der kurzen Ecke zu testen, erwies sich als goldrichtig. Komischerweise hat Stillhart bereits 2019 mit dem FC Thun einen Cupfinal erreicht, den er verloren hat. Vielleicht wird es diesmal anders.
Ein unvergesslicher Final
Der große Final gegen den FC Luzern steht am Pfingstmontag, dem 24. Mai, im Stadion Wankdorf auf dem Programm. Leider dürfen aufgrund der COVID-19-Bestimmungen keine Zuschauer an diesem Spiel teilnehmen, was die Vorfreude etwas trübt – Fans erinnern sich gerne an die große Unterstützung im Jahr 1998, als viele nach Bern reisten, um ihr Team zu unterstützen. Die Spieler haben das sicherlich im Hinterkopf, wenn sie auf das Feld gehen.
In der Geschichte des Schweizer Cups hat der FC St. Gallen immer wieder für Furore gesorgt. Jetzt heißt es, die Chance zu nutzen und den Cup zu gewinnen, um den Fans einen Grund zur Freude zu geben. Ein Titel nach so langer Zeit – das wäre einfach nur geil!
