Heute ist der 24.06.2026 und wir werfen einen Blick auf ein spannendes und recht neues Konzept in der Mobilität, das in der Schweiz an Fahrt gewinnt: die Mitfahrbänke. Besonders in der Westschweiz, etwa in Château-d’Œx und Haut-Intyamon, wurden spezielle Mitfahrbänke installiert, die es älteren Menschen ermöglichen, durch einfaches Platznehmen eine Mitfahrgelegenheit zu signalisieren. Das Ganze funktioniert ohne Registrierung oder App – einfach hinsetzen und warten, dass jemand anhält. Eine geniale Idee, nicht wahr?

In Château-d’Œx wurde das Konzept vor zwei Jahren ins Leben gerufen und hat seitdem an Beliebtheit gewonnen. In kürzester Zeit sind in Haut-Intyamon drei weitere Bänke hinzugekommen, wobei jede von ihnen maximal 1000 Franken kostet. Pro Senectute Schweiz hebt die Bedeutung dieser niederschwelligen Mobilität hervor – ein wichtiger Baustein, um die Selbstständigkeit und sozialen Kontakte älterer Menschen zu wahren. Aber nicht nur in der Westschweiz tut sich etwas; auch in der Deutschschweiz, beispielsweise im Kanton Luzern, gibt es ähnliche Initiativen.

Sicherheitsaspekte und Bauchgefühl

Natürlich gibt es auch einige Bedenken hinsichtlich der Sicherheit. Das Mitfahren bei Fremden kann für viele eine Herausforderung darstellen. Kriminologe Dirk Baier spricht das Risiko von Straftaten an, relativiert jedoch, dass das Mitfahren bei Bekannten oft sicherer ist. An den Mitfahrbänken sind Infotafeln angebracht, die über Sicherheitsaspekte informieren, wie die Mitnahme von Kindern. Nutzer haben zudem jederzeit die Möglichkeit, Angebote zur Mitnahme abzulehnen – ein wichtiger Punkt, um sich wohlzufühlen.

Die Bekanntheit der Mitfahrbänke ist entscheidend für deren Funktionalität. Je mehr Menschen von diesen Behelfsmöglichkeiten wissen, desto größer ist die Chance, dass sie auch genutzt werden. Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist allerdings schwer messbar. Es bleibt zu hoffen, dass immer mehr Menschen sich auf das Abenteuer einlassen und das eigene Bauchgefühl hören – denn manchmal muss man einfach mal etwas wagen!

Ein Blick in die Zukunft

Die Idee der Mitfahrbänke ist nicht neu; sie existiert bereits in anderen Gemeinden und hat dort verschiedene Formen angenommen. In der Zentralschweiz betreibt die Agentur Umsicht unter dem Namen „Stop and Ride“ mehrere dieser Bänke, auch im Toggenburg. Die Zielgruppe variiert je nach Standort, wobei auch touristische Orte in den Fokus genommen werden. Es ist also ein Konzept, das nicht nur älteren Menschen zugutekommt, sondern auch den Reisenden und Touristen eine neue Möglichkeit bietet, die Landschaft zu erkunden.

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Wie sich die Situation in den nächsten Jahren entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Die Mitfahrbänke sind ein spannendes Experiment, das zeigt, wie Mobilität in einer sich stetig verändernden Gesellschaft neu gedacht werden kann. Es könnte durchaus sein, dass wir bald noch mehr solcher Initiativen in anderen Regionen der Schweiz sehen werden. Die Zukunft der Mitfahrbänke ist also noch lange nicht festgeschrieben, und wer weiß, vielleicht wird man bald auch in Luzern auf einer solchen Bank sitzen und auf die nächste Mitfahrgelegenheit warten!