Heute ist der 6. Mai 2026, und während die ersten Sonnenstrahlen den Jura erhellen, startet eine wichtige Kampagne, die die Soziallandschaft hier nachhaltig beeinflussen könnte. Vom 4. bis 30. Mai 2026 läuft die Aktion des Kantons Jura, die sich ganz der Förderung der Website und Plattform JU-lien.org widmet. Diese Plattform hat sich zum Ziel gesetzt, über die verfügbaren Sozialleistungen zu informieren und kostenlose, vertrauliche Beratung anzubieten. Es ist ein Schritt, der dringend nötig ist, denn viele Menschen – gerade die in finanziellen Schwierigkeiten – wissen oft nicht, welche Hilfen ihnen zustehen.

JU-lien.org hat sich als Anlaufstelle für jene etabliert, die sich in einer herausfordernden Lebenssituation befinden. Die neue Kampagne möchte die Bekanntheit dieser Plattform steigern und so gegen die Unterauslastung sozialer Leistungen ankämpfen. Plakatwerbung, Radiospots und eine verstärkte Präsenz in den sozialen Medien sollen helfen, das Bewusstsein zu schärfen. Besonders im Fokus stehen gefährdete Gruppen wie junge Menschen, Senioren und Alleinerziehende, die häufig keine Unterstützung in Anspruch nehmen, obwohl sie darauf Anspruch hätten.

Ein Blick zurück und nach vorne

Doch bevor wir uns dem Hier und Jetzt widmen, lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit. Bereits im Mai 2024 wurde die erste Kampagne unter dem Namen „JU-lien.org“ ins Leben gerufen. Damals stand das Ziel im Vordergrund, das Interesse an einem Orientierungssystem für Sozialleistungen zu messen. Die Slogans dieser ersten Kampagne, wie „Julien kommt finanziell nicht mehr über die Runden – Rat sucht er bei JU-lien.org“, haben sich als wirkungsvoll erwiesen und werden nun erneut aufgegriffen. Komischerweise zeigt sich, dass viele in finanzieller Not oft unsicher sind und aus Scham oder Unkenntnis auf ihnen zustehende Leistungen verzichten.

Die Ergebnisse der ersten Kampagne waren vielversprechend: Fast 200 Personen erhielten professionelle Beratung zu den verfügbaren Sozialleistungen. Dieses Jahr wird die Initiative durch Partner im Bereich Sozialarbeit, Gemeinden und Pfarreien unterstützt, die helfen, Informationen weiterzugeben. Die Tatsache, dass jährlich über 100 Anfragen an den kostenlosen und vertraulichen Service eingehen, spricht für die Notwendigkeit und die Wichtigkeit dieser Angebote. Die Unterstützung bleibt auch über die Kampagne hinaus bestehen, sodass Betroffene jederzeit auf die Hilfe von Fachleuten zurückgreifen können.

Die Herausforderung der Unsichtbarkeit

Besonders alarmierend ist, dass von etwa 10.000 Personen, die im Jura in Armut leben, nur die Hälfte Sozialleistungen erhält. Der zweite soziale Bericht des Jura aus Mai 2022 zeigt deutlich, dass es viele „Nicht-Nutzer“ gibt, die nicht wissen, wie sie die Hilfe in Anspruch nehmen können. JU-lien.org ist hier die Antwort auf eine drängende Frage: Wie können wir Menschen dazu ermutigen, Hilfe anzunehmen? Die Kampagne wird nicht nur durch Plakatwerbung und Radiowerbung verbreitet, sondern nutzt auch die sozialen Medien, um gezielt alleinerziehende Familien anzusprechen – eine Gruppe, die oft besonders stark betroffen ist.

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Für alle, die sich in einer finanziellen Notlage befinden oder Fragen haben, gibt es unkomplizierte Wege, um Unterstützung zu erhalten. Die Kontaktaufnahme erfolgt entweder über die Website oder direkt telefonisch unter 079 677 37 65. Innerhalb von fünf Tagen meldet sich dann eine Fachkraft der Sozialarbeit, um die individuelle Situation zu analysieren und beratend zur Seite zu stehen. Es ist ein vertrauliches Angebot, das vielen einen Weg aus der Unsicherheit bieten kann.

Die Kampagne ist mehr als nur ein Informationsangebot – sie ist ein Aufruf zur Solidarität und ein Schritt hin zu mehr Gerechtigkeit im sozialen Gefüge des Jura. In einem Land, in dem die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergeht, ist das ein wichtiges Zeichen. JU-lien.org könnte der Schlüssel sein, um das Leben vieler Menschen zu verbessern und ihnen die Hilfe zukommen zu lassen, die sie verdienen.