Der Wettlauf um die besten Plätze: Ein Blick auf Vietnams Hochschulsystem 2026
Heute ist der 12.07.2026 und während ich hier im Jura sitze, überkommt mich die Neugier auf die aktuellen Entwicklungen im vietnamesischen Hochschulsystem. Die Zulassungsprüfungen sind in vollem Gange und die neuesten Berichte zeigen, dass es in diesem Jahr einige spannende Trends gibt. Herr Phung Quan, Zulassungsberater an der University of Science in Ho-Chi-Minh-Stadt, hat die diesjährige Punkteverteilung unter die Lupe genommen. Wenn man sich die Zahlen anschaut, wird eins klar: Der Wettbewerb wird härter!
Die Block D01, der heiß umkämpfte Bereich für Mathematik, Literatur und Englisch, hat sich zu einem echten Hotspot entwickelt. Da reden wir von Punktzahlen zwischen 22 und 24 Punkten. Aber – und das ist wichtig – die Zahl der Kandidaten, die 23 Punkte erreichen, sinkt sprunghaft ab. Besonders ab 25 Punkten wird’s richtig spannend, denn nur wenige schaffen es, diese Marke zu knacken. In Städten wie Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt sind 26 Punkte oder mehr die Ausnahme – und diese Marke gilt als Indikator für exzellente Schüler.
Der Kampf um die besten Studienplätze
Wenn wir uns die Prognosen anschauen, wird schnell klar, dass vor allem die Studiengänge in Wirtschaftswissenschaften, Betriebswirtschaftslehre, Marketing und Jura im Fokus stehen. Diese Fächer verlangen nicht nur hohe Punktzahlen, sondern auch strategisches Denken bei der Bewerbungswahl. Wer mit 22 bis 24 Punkten antritt, sollte seine Präferenzen gut durchdenken. Und hey, die, die über 24,5 Punkte liegen, haben deutlich bessere Chancen auf einen Platz an einer der renommierten Universitäten.
Ein interessanter Punkt ist, dass die Zulassungshürden in den Fächern, die 24 bis 25 Punkte verlangen, voraussichtlich steigen werden, aber kein dramatischer Anstieg erwartet wird. Studiengänge, die über 26 Punkte verlangen, bleiben weiterhin sehr begehrt, jedoch ist ein Anstieg der Zulassungsvoraussetzungen hier nicht zu erwarten. Das ist eine Erleichterung für alle, die sich in dieser Liga bewegen wollen.
In der Welt der vietnamesischen Hochschulen gibt es noch mehr zu entdecken. Die Universitäten setzen auf qualitativ hochwertige Ausbildung, um gut ausgebildete Fachkräfte für Forschung und Innovation zu schaffen. Das Ingenieurstudium beispielsweise kombiniert modernes Wissen mit Kernkompetenzen – das klingt vielversprechend! Besonders spannend ist die Tatsache, dass die besten Bachelorabsolventen direkt promovieren können, ohne das Umwege über ein Master- oder Ingenieurstudium nehmen zu müssen. Ein echter Karrieresprung, wenn man das so sieht!
Das Bewertungssystem an den Universitäten ist ebenfalls interessant. Es basiert auf einer 10-Punkte-Skala, die dann in eine 4-Punkte-Skala umgerechnet wird. A+ steht für 9-10 Punkte, was einem 4,0 entspricht. Aber wie sieht das für deutsche Studierende aus? Ein vietnamesischer Leistungspunkt entspricht etwa 1,5 deutschen Leistungspunkten. Das ist eine wichtige Information, für alle die, die planen, in Vietnam zu studieren oder von dort nach Deutschland zu wechseln.
Die Zukunft der Hochschulbildung in Vietnam
Ein weiterer Aspekt, der mich fasziniert, ist die Vision Vietnams, bis 2045 zu einem sogenannten “high income country” aufzusteigen. Hoch schulpolitische Reformen sollen dabei helfen, Forschung, Innovation und Technologie zu stärken. Ein Maßnahmenpaket, das Anfang 2025 verabschiedet wird, wird Investitionen in zukunftsträchtige Bereiche wie Künstliche Intelligenz und Big Data umfassen. Das klingt nach einer aufregenden Zukunft!
Zusätzlich plant Vietnam vier neue Hochschulzentren in Hanoi, Da Nang, Ho-Chi-Minh-Stadt und Can Tho, die sich auf MINT-Fächer konzentrieren. Das Ziel ist es, eine Million Lernende in diesen neuen Zentren zu erreichen. Das ist nicht nur ambitioniert, sondern auch ein guter Schritt in die richtige Richtung, um die globale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Man fragt sich, wie schnell die internationale Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern ausgebaut wird und wie viele Studierende letztendlich von diesen Neuerungen profitieren können.
Doch trotz aller Fortschritte gibt es Herausforderungen. Die Verbindung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft könnte besser sein, und die Integration praxisorientierter Lehrmethoden steht auf der Agenda. Das Hochschulsystem bleibt vielfältig, mit einer Mischung aus nationalen und internationalen Hochschulen. Die Reformen sind notwendig, um sich den sich verändernden Anforderungen des Arbeitsmarktes anzupassen. Vietnam ist auf einem guten Weg, aber es bleibt spannend zu beobachten, wie sich alles entwickeln wird!
