Heute ist der 29. Mai 2026 und während die Sonne sanft über die eindrucksvollen Berge Graubündens scheint, bereiten sich die politischen Akteure des Kantons auf die kommenden Wahlen vor. Am 14. Juni wird der Grosse Rat Graubünden neu gewählt, und die Vorfreude ist greifbar. Über 520 Kandidierende, genauer gesagt 522, treten an, um einen der 120 Sitze im Parlament zu ergattern. Das sind eine Menge Kandidaten, die sich um die Gunst der Wähler bemühen!
Sechs Listen stehen zur Wahl, und zum ersten Mal seit der letzten Wahl wird nach dem Proporz- und nicht mehr nach dem Majorz-Wahlsystem gewählt. Dies könnte spannende Verschiebungen im Rat mit sich bringen. Rückblickend auf die Wahlen von 2022 sehen wir, dass die SVP damals die große Gewinnerin war. Doch auch die SP und die Grünen konnten durch ihre gemeinsame Liste zulegen, während die GLP vier zusätzliche Sitze eroberte. Auf der anderen Seite erlebte die Mitte einen herben Rückschlag und verlor die meisten Sitze, blieb aber dennoch die stärkste Kraft im Rat.
Die großen Spieler im politischen Spiel
Die Mitte-Fraktion hat aktuell 34 Sitze und fokussiert sich auf die dezentrale Gesundheitsversorgung sowie die Verhinderung der Abwanderung aus abgelegenen Regionen. Ein Thema, das vielen am Herzen liegt, denn wer will schon, dass die kleinen Dörfer leerer werden? Die SVP hat sich für die kommenden Wahlen viel vorgenommen: Von 25 auf 30 Sitze möchte sie zulegen und setzt dabei auf regionale Wirtschaft und Bürokratieabbau. Ein ambitioniertes Ziel, das die Wähler überzeugen soll!
Die FDP, unter der Leitung von Präsident Maurizio Michael, strebt an, die aktuellen 27 Sitze mindestens zu halten. Mit Herausforderungen wie Wohnungsmangel und Fachkräftemangel, die uns alle betreffen, ist das kein leichtes Unterfangen. Und die SP? Die möchte mindestens 25 Sitze verteidigen und legt ihren Fokus auf bezahlbaren Wohnraum, Klimaschutz und Gleichstellung. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Wähler entscheiden werden.
Die Stimmen der Zukunft
Die GLP hat sieben Sitze und möchte diese mindestens halten – ihre Themen wie die Energiewende und familienfreundliche Rahmenbedingungen sind in aller Munde. Und die Grünen? Sie streben an, ihre Fraktionsstärke von fünf Sitzen auszubauen, wobei ihr Augenmerk auf Klimaschutz und öffentlichem Verkehr liegt. Das sind allesamt wichtige Themen, die unsere Gesellschaft bewegen.
Die Wahlen versprechen spannend zu werden. Alle Parteien scheinen bereit, ihre Visionen und Lösungen für ein besseres Graubünden zu präsentieren. Eine Wahl ist immer auch ein Spiegel der Gesellschaft, und die kommenden Stimmen werden zeigen, in welche Richtung sich unser Kanton bewegen möchte. Und während wir auf den Wahltag hinarbeiten, bleibt nur die Frage: Wer wird am 14. Juni die Nase vorn haben?