Heute ist der 13.05.2026 und in der malerischen Region Graubünden blicken die Bergbahnen auf eine Wintersaison 2025/26 zurück, die eine Mischung aus Erfolg und Herausforderungen bot. Der Winter war – um es diplomatisch auszudrücken – nicht ganz nach dem Geschmack der Schneedurstigen. Geringe Niederschläge zu Beginn der Saison sorgten für viel Kopfzerbrechen, doch trotz aller Widrigkeiten hat die Anzahl der Ersteintritte nur um 1% im Vergleich zum Rekordjahr 2024/25 abgenommen. Das klingt ja fast schon nach einem kleinen Wunder, wenn man bedenkt, dass die beste Wintersaison seit 15 Jahren, also der Winter 2024/25, die Messlatte hoch gelegt hat.
Am Ende konnte der Transportumsatz um 0,4% gesteigert werden – ein kleiner Lichtblick inmitten der schneearmen Monate. Die Bergbahnen Graubünden, die im Monitor 23 Unternehmen zusammenfassen, die immerhin 90% des Bündner Transportumsatzes erwirtschaften, haben sich also tapfer geschlagen. So wurde der Saisonabschluss mit dem Top of the Mountain Closing Concert in der Silvretta Arena Ischgl-Samnaun und auf der Diavolezza standesgemäß gefeiert. Ostern war dann auch für die meisten Wintersportgebiete der Zeitpunkt, um bei gutem Gästeaufkommen in die Sommerpause zu starten.
Schnee und seine Tücken
Die anfänglichen Niederschlagsprobleme führten zu Mehrkosten für die technische Beschneiung und die Pistenpräparation. Man kann sich vorstellen, wie die Techniker vor Ort fluchend mit den Schneekanonen kämpften, während sie darauf warteten, dass endlich der ersehnte Schnee fiel. Und siehe da, im Februar kam der Schnee – aber nicht ohne gleich die Lawinengefahr mit sich zu bringen. Die Gebiete mussten gestaffelt öffnen, was die Vorfreude auf die Pisten nicht unbedingt erleichterte. Ehrlich gesagt, das war schon eine Herausforderung, die vielen kleinen und mittleren Wintersportgebieten das Leben schwer machte. Trotz des Neuschnees konnten die verloren geglaubten Ersteintritte der ersten Saisonhälfte jedoch nicht mehr aufgeholt werden.
Ein Blick auf die langfristigen Ersteintrittszahlen zeigt dennoch Licht am Ende des Tunnels: Innerhalb von fünf Jahren gibt es ein Plus von 7,3% und sogar 11,8% über einen Zeitraum von zehn Jahren. Das spricht für die Beliebtheit der Region – und das ist auch nötig, denn die gelebten Herausforderungen sind bei Weitem nicht zu unterschätzen. Die Surselva verzeichnete mit einem Minus von 2,4% den größten Rückgang bei den Ersteintritten, während sie im zehnten Jahresdurchschnitt die stärksten Zuwächse verzeichnen konnte.
Ausblick auf die Sommersaison
Jetzt, wo die Skier wieder eingemottet werden, schaut man optimistisch auf die kommende Sommersaison. Die Hoffnung auf sonnige Wander- und Biketage ist groß! Es gibt eine spannende Entwicklung: Die geopolitische Lage könnte alpine Feriendestinationen in Graubünden sogar begünstigen. Der Coolcation-Trend, der immer mehr Menschen anzieht, und das steigende Interesse an Wander- und Bikeangeboten werden sicherlich dazu beitragen, dass die Region in den kommenden Monaten zum Ziel vieler Outdoor-Enthusiasten wird.
Zu guter Letzt, wenn wir über die Preise sprechen – Tageskarten für eine Vielzahl von Stationen in Graubünden sind dynamisch und variieren. In S-chanf beispielsweise kostet eine Tageskarte für Erwachsene CHF 10.-, während in Samedan schon CHF 39.- fällig werden. Das zeigt, dass man für jeden Geldbeutel etwas findet, egal ob man mit den Kindern unterwegs ist oder allein die Pisten erobern möchte. Die Auswahl ist vielversprechend und lässt darauf hoffen, dass die Besucherzahlen in der kommenden Saison wieder steigen werden.