Wer in Graubünden einen unvergesslichen Wanderurlaub verbringen möchte, der sollte unbedingt den Schanfigger Höhenweg auf seine Liste setzen. Diese atemberaubende Wanderroute, die gänzlich ohne motorisierte Verkehrsmittel auskommt, schlängelt sich durch die malerischen Bündner Berge und bietet eine spannende Mischung aus Höhen und Tiefen. Hier wird nicht nur die Muskulatur gefordert – die Augen kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Der Weg führt über Geröll, Gestein und saftige Alpwiesen, sodass jeder Schritt ein neues Abenteuer verspricht.

Die Route, die 2002 eröffnet und 2011/2012 erweitert wurde, ist ein Teil des Bündner Weitwanderwegenetzes und umfasst insgesamt etwa 70 Kilometer. Sie verläuft als Rundwanderweg von Chur über Tschiertschen nach Arosa und zurück. Mit einer Gesamtwanderzeit von rund 22.5 Stunden (und in der Gegenrichtung sogar 22 Stunden!) ist der Höhenweg ideal für alle, die sich in die Bergwelt vertiefen möchten. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es nach jeder Tagesetappe, sodass man nach einem langen Tag in den Bergen gemütlich ausspannen kann.

Die Etappen im Detail

Die Wanderung ist in sechs Grossetappen unterteilt, die sich in ihrer Schwierigkeit und Länge unterscheiden. Tag 1 startet in Medergen, einer charmanten, alten Walsersiedlung. Die Strecke von 14,6 km führt über 900 Höhenmeter hinauf und 1068 Höhenmeter hinunter und ist in etwa sechs Stunden zu bewältigen. Ein besonderes Highlight ist die Felsentreppe mit 220 Eisenstufen, die den Wanderer direkt zum Berggasthaus Heimeli bringt – ideal, um sich nach einem langen Tag mit einem gemütlichen Abendessen zu belohnen (Doppelzimmer ab 190 Franken).

Am zweiten Tag geht es über den Grünsee bis ins Fondei – hier erwarten die Wanderer 14,8 km Wegstrecke mit 914 Höhenmetern im Aufstieg und 754 im Abstieg. Nach einer Stärkung im Bergrestaurant am Strelapass führt der Weg zum klaren Grünsee, wo man sich erfrischen kann, bevor es zum Berggasthaus Strassberg (ab 200 Franken im Doppelzimmer) weitergeht. Tag 3 bietet eine atemberaubende Gratwanderung durchs Hochwang-Gebiet mit einem spektakulären Blick auf das fast 2500 Meter hohe Mattjisch Horn. Am Abend geht’s zur Hochwanghütte, wo es ein frisches Znacht gibt – der perfekte Abschluss eines abenteuerlichen Tages.

Ein Sonnenaufgang auf dem Cunggel

Tag 4 ist besonders zauberhaft, denn hier kann man vor Sonnenaufgang zum Cunggel wandern. Der kurze und knackige Weg von 6,6 km führt mit nur 6 Höhenmetern hinauf und 720 hinunter und ist in etwa 1 Stunde und 45 Minuten zu schaffen. Diese frühmorgendliche Wanderung ist eine willkommene Gelegenheit, den Tag mit einem unvergesslichen Sonnenaufgang zu beginnen. Der Rückweg nach Peist und die Rückfahrt mit der Rhätischen Bahn nach Arosa oder Chur runden diesen Tag stilvoll ab.

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Die beste Reisezeit für den Schanfigger Höhenweg ist zwischen Ende Juni und September. Die Anreise gestaltet sich unkompliziert: Züge bis Chur und von dort die Rhätische Bahn nach Arosa oder die Anfahrt mit dem Auto nach Arosa. Es ist ratsam, die Hütten frühzeitig zu reservieren – vor allem am Wochenende, während man unter der Woche auch kurzfristig eine Unterkunft findet.

Entdecken Sie Graubünden

Die Region Graubünden selbst ist ein wahres Wanderparadies. Mit über 120 verschiedenen Wandertouren und einer atemberaubenden Landschaft, die von hohen Bergen und großen Tälern geprägt ist, ist für jeden etwas dabei. Beliebte Wandergipfel wie der Piz Mundaun und der Dreibündenstein ziehen Wanderfreunde an. Der Rhein, der durch die Surselva fließt, und die malerischen Bergseen im Oberengadin sind nur einige der Highlights, die man in dieser Region entdecken kann.

Graubünden ist nicht nur der flächenmäßig größte Kanton der Schweiz, sondern auch ein bedeutendes Ziel im Schweizer Tourismus. Die kulturelle Vielfalt mit drei Amtssprachen – Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch – verleiht der Region einen besonderen Charme. Ob St. Moritz, Davos, Arosa oder Lenzerheide, die Möglichkeiten sind schier endlos.

Wer also Lust auf eine unvergessliche Wanderung hat, der sollte den Schanfigger Höhenweg nicht verpassen – ein Erlebnis, das bleibt!