In St. Moritz tut sich was! Ein ambitioniertes Projekt mit einem Volumen von 114 Millionen Franken steht in den Startlöchern. Bevor jedoch die ersten Bagger anrollen, muss das Gelände erst einmal von Altlasten befreit werden. Das klingt nach einer der ersten Hürden, die genommen werden müssen, um Platz zu schaffen für das, was kommen soll: ein modernes Eissport- und Trainingszentrum, eine Park&Ride-Anlage sowie eine neue Wertstoffsammelstelle. Die Gemeinde plant, das Baugesuch Anfang des Jahres einzureichen. Ein ehrgeiziger Zeitplan, der im Frühjahr mit den Bauarbeiten beginnen soll.

Doch die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen. Die Sanierung findet in einem komplexen Umfeld statt – Grundwasser, der Fluss Inn, die Kantonsstraße und bestehende Kanalisationen müssen alle berücksichtigt werden. Vizegemeindepräsident Reto Matossi ist jedoch optimistisch. Er betont, dass seit Beginn des Projekts der Kontakt mit Chur besteht und viele Eventualitäten bereits durchdacht wurden. Die Gemeinde erwartet im Sommer eine Antwort von der Regierung, die für die Erteilung der Bewilligung nötig ist. Das Ziel? Im Herbst die ersten Arbeiten anpacken.

Die Details des Projekts

Ein paar Zahlen dazu: Die Stimmbevölkerung hat das Projekt im Herbst 2025 angenommen, und die Fertigstellung ist bis Ende 2030 geplant. Natürlich könnten mögliche Verzögerungen durch Einsprachen die Zeitplanung durcheinanderbringen. Matossi macht jedoch klar, dass die Qualität des Bauvorhabens und die Einhaltung des finanziellen Rahmens oberste Priorität haben – Zeit ist in diesem Fall nur ein Faktor unter vielen.

Doch das ist nicht alles, was in St. Moritz im Gange ist. Ein weiterer spannender Grundsatzentscheid wurde kürzlich gefasst: Der Bau einer kommunalen Eissporthalle, einer Wertstoffhalle und einer Parkierungsanlage am Standort Islas. Hier wird ein offener Wettbewerb für Generalplanerteams ausgeschrieben, und das Siegerteam wird das Wettbewerbsprojekt für einen Rahmenkredit zur Abstimmung bringen. Die Stimmbevölkerung wird am 30. November 2025 darüber entscheiden. Wenn der Kredit genehmigt wird, soll die Planung der Teilprojekte nahtlos fortgeführt werden.

Ein Blick in die Zukunft

Ein Masterplan für die Arealentwicklung Islas/Ludains wurde bereits ab Frühjahr 2023 erarbeitet. Dieser zeigt zukünftige Bauvorhaben und deren Prioritäten auf. Der Machbarkeitsnachweis belegt, dass die Eissporthalle mit ergänzenden Nutzungen realisierbar ist. Die Anforderungen an Altlastensanierung sowie die Einbettung ins Areal werden definiert, und auch Zusatznutzungen für die Sportanlage werden geprüft. Die wichtigen Termine stehen: Am 12. April 2024 wird die Ausschreibung für den Projektwettbewerb zur Eissporthalle Islas veröffentlicht, gefolgt von der Beurteilung der Wettbewerbsbeiträge im September/Oktober 2024.

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Die Vorbereitungen sind also im vollen Gange. Es gibt viel zu tun und noch mehr zu planen. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um den Grundstein für eine neue sportliche Ära in St. Moritz zu legen. Wir dürfen gespannt sein, welche Entwicklungen uns hier erwarten, und hoffen, dass die Vorfreude auf die neuen Eissportanlagen die Herzen der Bevölkerung höher schlagen lässt. Schließlich ist St. Moritz nicht nur ein Ort zum Skifahren, sondern auch ein Zentrum für Sport und Gemeinschaft – und das ist es, was diesen Ort so besonders macht.