Am 24. Juni 2026 war Basel von einem ganz besonderen Ereignis geprägt, das die Herzen von Fussballfans und Veteranen gleichermaßen berührte. Die Veteranentage des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) fanden in Winterthur statt, und das Event zog zahlreiche Mitglieder aus den verschiedenen Sektionen an. Hansruedi Jakober, der nach 18 Jahren als Präsident der Sektion Innerschweiz die Zügel an Ralph Stadler (Sektion Bern) übergab, stellte einen markanten Wechsel in der Führung dar. Die feierliche Übergabe fand im Rahmen einer Präsidentenkonferenz statt, die den Traditionsanlass eröffnete und den Gästen einen Einblick in die Geschichte und die Erfolge der Veteranenvereinigung bot.

Die Sektion Winterthur, unter der Leitung von Ursula Staufer, hatte bereits in der Vergangenheit die Veteranentage organisiert – und das mit Bravour. Die Stadtführungen am Samstagnachmittag, der Besuch des Stadions Schützenwiese und des Schlosses Kyburg waren nur einige der Programmpunkte, die den Teilnehmern geboten wurden. Die Feierlichkeiten endeten mit einem Festbankett im reformierten Kirchgemeindehaus, wo kulinarische Köstlichkeiten und musikalische Darbietungen von Daniel Borak, einem mehrfachen Goldmedaillengewinner im Stepptanz, die Stimmung heben. Moderatorin Vanja Niggli führte durch den Abend, während die Anwesenden, etwa 230 an der Zahl, den verschiedenen Tanzformationen applaudierten.

Ein Blick auf die Veränderungen

Während der Veranstaltung berichtete Jakober auch von den Herausforderungen, die die SFV-Veteranenvereinigung derzeit bewältigen muss. Die Mitgliederzahl ist auf 9257 gesunken, darunter 950 Frauen, und es wurden 191 verstorbene Mitglieder gezählt. Ein Rückgang von 188 Mitgliedern ist ein Warnsignal, das nicht ignoriert werden kann. Es bleibt abzuwarten, wie die neuen Führungsmitglieder, darunter Sybille Meder als Nachfolgerin von Peter Bochsler (Sektion Nordwestschweiz), die Mitgliederwerbung angehen. Die Sektion Bern hingegen feierte einen Erfolg, indem sie 72 Neumitglieder gewinnen konnte und dafür 600 Franken erhielt. Auch die Sektionen Thurgau, Graubünden-Liechtenstein-St. Gallen und Bodensee-Rheintal konnten sich über Auszeichnungen freuen.

Ein weiterer Höhepunkt des Wochenendes war die Landsgemeinde am Sonntag, bei der Jakober mit Standing Ovations verabschiedet wurde. Marcus Halbeck, Präsident der Sektion Bodensee-Rheintal, erhielt ebenfalls diese Ehre und wurde zusammen mit Jakober zu Ehrenmitgliedern ernannt. Auch im Vorstand gab es Veränderungen: Paolo Locarnini (Sektion Tessin) trat zurück, während Pierino Lardi seine Nachfolge antrat. Georges Fillistorf (Sektion Neuchâtel-Montagnes) und Hanspeter Metzger (Sektion Zürich) bleiben dem Vorstand erhalten, ergänzt durch Cornelia Albrecht (Sektion Schaffhausen) und Maurice Riedo (Sektion Jura).

Ein Blick über die Grenzen

Das Geschehen in der Schweiz fällt zeitlich zusammen mit dem zweiten Nationalen Veteranentag in Deutschland, der am 21. Juni 2026 rund um das Reichstagsgebäude in Berlin gefeiert wurde. Hier fand ein großes Bürgerfest statt, das mit verschiedenen Ständen und Bühnen aufwartete. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, die als Schirmfrau fungierte, besuchte das Festgelände gemeinsam mit Fotograf Bryan Adams, der seine beeindruckende Foto-Ausstellung „Verwundet“ präsentierte. Diese Ausstellung zeigte Porträts von Soldatinnen und Soldaten, die im Einsatz verletzt wurden, und brachte die Herausforderungen, denen Veteranen gegenüberstehen, eindrucksvoll zur Sprache.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Der Deutsche Veteranentag verfolgt das Ziel, Anerkennung und Wertschätzung für aktive und ehemalige Soldatinnen und Soldaten zu schaffen und das Band zwischen Bundeswehr und Gesellschaft zu stärken. Maike Seelhorst betont die Bedeutung des Tags für die Sichtbarkeit der Soldaten – es geht nicht um das Feiern von Kriegen, sondern um die Würdigung des Dienstes, der oft mit persönlichen Opfern verbunden ist. Soldaten sind sich der Gefahren bewusst, die mit ihrem Dienst einhergehen, seien es anstrengende Dienstzeiten oder die Entfernung von der Familie.

Ein Ausblick auf die Zukunft

Die nächsten Veteranentage in der Schweiz sind bereits in Planung. Kurt Röthlisberger wird den Veteranentag 2027 in Suhr organisieren, der erstmals nur einen Tag dauern wird. Und die Sektion Vaudoise hat sich bereits für die Ausrichtung der Veteranentage 2028 in Vevey und Montreux bereit erklärt. Der Zentralvorstand sucht zudem Sektionen, die sich für 2029 bewerben möchten. Die Teilnahme in den letzten Jahren ist zwar gesunken – von über 400 auf 230 – doch die Hoffnung auf eine Wiederbelebung der Veranstaltungen bleibt bestehen.

Für alle, die sich für die Zukunft der Veteranenvereinigung interessieren, bleibt es spannend zu beobachten, wie die neuen Führungsmitglieder ihre Aufgaben angehen und welche neuen Wege sie beschreiten werden, um die Gemeinschaft zusammenzuhalten. Die Würdigung und der Respekt für die Veteranen, die sich für Frieden und Freiheit eingesetzt haben, bleibt ein unverzichtbarer Teil unserer Gesellschaft.