In den letzten Jahren hat sich der Lehrerberuf in Graubünden zu einer gefragten Wahl für Studieninteressierte entwickelt. Ein Blick auf die aktuellen Anmeldungen an der Pädagogischen Hochschule Graubünden (PHGR) zeigt einen erfreulichen Trend: 163 angehende Lehrkräfte haben sich für den Studiengang Primarschule entschieden, eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den 132 Anmeldungen im Vorjahr. Rektor Reto Givel bezeichnet diese Entwicklung als einen positiven Schritt für die Bündner Volksschule und den Hochschulstandort. Denn der Bedarf an gut ausgebildeten Lehrpersonen ist hoch, während die Situation an den Schulen sich entspannt hat.
Ein bemerkenswerter Aspekt ist, dass sich 23 Personen für das Teilzeit-Modell im Studiengang Primarschule entschieden haben, was ebenfalls einen Anstieg darstellt – im Vorjahr waren es nur 16. Der Studiengang für die Kindergarten- und Primarstufe verzeichnete 43 Anmeldungen, auch hier eine Steigerung von 36 im letzten Jahr. Stabil bleiben die Anmeldungen für die Master-Studiengänge der Sekundarstufe I mit 28 Personen. Die PHGR hat zudem vor drei Jahren bereits Lernräume am Churer Postplatz eingerichtet, um den steigenden Studierendenzahlen gerecht zu werden. Nun wird, zum kommenden Semesterstart, zusätzliches Raumangebot am Postplatz für Forschung und Entwicklung gemietet.
Schulanfang und Anmeldungen
Kommen wir zu einem anderen wichtigen Aspekt des Bildungssystems: der Schulaufnahme. In Graubünden müssen die Eltern ihre Kinder, die bis zum 30. Juni des folgenden Kalenderjahres sechs Jahre alt werden, anmelden – und das im Zeitraum vom 1. August bis 15. September. Der Schulbesuch ist dann Pflicht! Für Kinder, die noch nicht schulpflichtig sind, gibt es die Möglichkeit, auf Antrag in die Grundschule aufgenommen zu werden, wenn sie den erforderlichen Entwicklungsstand erreichen. Das klingt doch nach einer tollen Chance für die Kleinen, oder?
Natürlich geht es nicht ohne Formalitäten: Eine verbindliche Schulaufnahmeuntersuchung wird durch den Kinder- und Jugendarzt des öffentlichen Gesundheitsdienstes durchgeführt. Die Termine dafür werden in der Schulanmeldung bekannt gegeben, und ein Elternteil muss anwesend sein – schließlich geht es um die Zukunft des eigenen Kindes. Das ist auch der Punkt, an dem die Schulleitung mit den Eltern und den pädagogischen Fachkräften im Kindergarten geeignete Fördermaßnahmen vereinbart, falls eine Zurückstellung vom Schulbesuch notwendig wird. Aber das passiert in der Regel nur, wenn es ernsthafte Bedenken bezüglich der geistigen, körperlichen oder sozial-emotionalen Entwicklung gibt.
Ein Blick in die Zukunft
Die Entwicklung an der PHGR zeigt, dass die Nachfrage nach Lehrkräften wächst – und das ist eine gute Nachricht für die Zukunft der Bildung in Graubünden. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich die Studiengänge weiterentwickeln und ob die steigenden Anmeldungen auch in den kommenden Jahren anhalten können. Auch die Schulen im Kanton werden sich an die neuen Gegebenheiten anpassen müssen, um den Anforderungen gerecht zu werden.
Die feierliche Schulaufnahme findet in Graubünden am Samstag vor Beginn des neuen Schuljahres statt – ein großer Moment für die Kinder und ihre Familien, der mit viel Vorfreude erwartet wird! Wer kann sich nicht an seine erste Schulstunde erinnern? Ein ganz besonderes Erlebnis, das den Grundstein für viele weitere Abenteuer im Leben legt.