Heute ist der 11.06.2026 und die Wahlen in Graubünden haben die Gemüter ordentlich bewegt. Die neuesten Zahlen zur Stimmbeteiligung sind einfach faszinierend! In Chur haben am Mittwochabend gerade mal 31,8 Prozent der Stimmberechtigten ihre Stimme abgegeben. Ein kleiner Anstieg im Vergleich zu vor vier Jahren, als es nur 25,7 Prozent waren. Aber das ist nichts im Vergleich zu Davos, wo bereits 42,7 Prozent der Stimmberechtigten ihre Stimme abgegeben haben! Da wird für den 14. Juni sogar eine Beteiligung von rund 60 Prozent erwartet – das ist ja fast schon ein Wahnsinn.
Das Zugpferd für diese hohe Beteiligung ist die nationale Volksinitiative zur 10-Millionen-Schweiz, die die Leute richtig motiviert. Und die Regierungsratswahlen in Davos? Hier wird mit einer Beteiligung von rund 52 Prozent gerechnet! Letztes Jahr waren es nur 38,5 Prozent. In Bregaglia, wo bis Mittwoch 544 Stimmkuverts eingegangen sind, können die 1389 Stimmberechtigten ebenfalls mit einer zusätzlichen Stimmabgabe rechnen. Lustigerweise sind es etwa 150 Stimmen, die da noch erwartet werden. Vor vier Jahren gab es hier 541 gültige Wahlzettel für die Parlamentswahlen – und nur 502 für die Regierungsratswahlen.
E-Voting auf dem Vormarsch
Und wie sieht es in St. Moritz aus? Da sind bis Mittwoch bereits 1095 Stimmkuverts angekommen, was einer Beteiligung von 44,53 Prozent entspricht – genau wie vor vier Jahren. Neben den nationalen Abstimmungen und den kantonalen Wahlen steht hier auch die Wahl des Gemeindepräsidiums auf dem Programm. Und für die Technik-Freaks unter uns gibt es dieses Jahr erstmals E-Voting in 26 Bündner Gemeinden für die Regierungswahlen! Da haben sich Gemeinden wie Arosa, Davos und Chur etwas ganz Neues einfallen lassen. Insgesamt haben sich 9700 Personen für das E-Voting angemeldet. Das ist doch eine tolle Sache!
Sicherheit wird beim E-Voting großgeschrieben, sowohl bei der Datenübertragung als auch beim Stimmgeheimnis. Wer sich unsicher ist, kann sich auf einer Testplattform der Schweizerischen Post umsehen und den Ablauf simulieren. Und wer Fragen hat, findet in der FAQ-Sektion Antworten zu vielen häufigen Anliegen. Wie praktisch ist das denn bitte? Die Kantone Basel-Stadt, Graubünden, St.Gallen und Thurgau haben E-Voting als zusätzliches Stimmabgabeverfahren eingeführt, besonders für Auslandschweizer oder Menschen mit Behinderungen. So wird das Wählen für alle ein wenig einfacher.
Ein Blick zurück und nach vorn
Vor vier Jahren lag die kantonale Stimmbeteiligung bei 39,15 Prozent – der höchste Wert seit 2014 war sogar 43,1 Prozent. Die Beteiligung schwankte in den letzten sechs Wahlen zwischen 24 und 39 Prozent. Jetzt, wo die E-Voting-Versuche in Graubünden wieder aufgenommen werden, könnte das die Zahlen erheblich nach oben treiben. Am 22. November 2023 wurde die Genehmigung zur Wiederaufnahme von E-Voting-Versuchen erteilt. Ab 2024 geht’s in sechs Pilotgemeinden los. Das könnte wirklich spannend werden!
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Wahlen entwickeln werden und ob die Beteiligungen weiterhin so hoch bleiben. Eins ist sicher: In Graubünden wird es auch in Zukunft aufregend bleiben, wenn es um die Stimme der Bürger geht!