Die politischen Wogen im Kanton Graubünden schlagen hoch. Am 14. Juni 2026 stehen entscheidende Wahlen an, und das Ganze wird durch den Rücktritt von Jon Domenic Parolini (Mitte) noch spannender. Nach zwölf Jahren im Regierungsamt verabschiedet sich Parolini, denn die Verfassung erlaubt nur zwei Amtszeiten – und das hat er nun ausgeschöpft. Ein Platz ist also frei geworden, und das zieht ein buntes Kandidatenspektrum an. Neun Personen haben sich gemeldet, um um einen der fünf begehrten Sitze zu kämpfen. Darunter befinden sich vier Bisherige und fünf Neue, und es wird keinen Mangel an Konkurrenz geben.
Die SVP hat sich klar positioniert: Sie will zurück in die Regierung, wo sie seit 2008 nicht mehr vertreten ist. Ihre Kandidatin Valérie Favre Accola hat sich in der internen Wahl gegen Walter Grass durchgesetzt und bringt mit über 20 Jahren politischer Erfahrung eine Menge an Know-how mit. Sie ist amtierende Standespräsidentin und Statthalterin von Davos und hat sich bereits in diversen Ämtern mit Führungsstärke und Entscheidungsfreude bewiesen. Ihre Agenda? Eine bürgernahe Politik mit Fokus auf Bildung, Kultur, Umwelt und einer soliden Finanzpolitik ohne neue Schulden – das klingt doch nach einer starken Stimme für die Anliegen der Bevölkerung! Besonders spannend: Mit ihr könnte erstmals seit über 50 Jahren eine Vertreterin aus Davos in die Regierung einziehen.
Kandidaten und ihre Visionen
Aita Zanetti, ebenfalls eine frische Stimme im Rennen, vertritt die Mitte und bringt ihre Erfahrungen als Gemeindepräsidentin von Scuol mit. Nora Saratz Cazin von der GLP, die Gemeindepräsidentin von Pontresina ist, hat ihren Schwerpunkt auf Wohnraum für Einheimische gelegt – ein drängendes Thema, das viele Bürger bewegt. Martin Bühler, der bisherige Finanzdirektor und Kandidat der FDP, will erneut antreten und hat den Rückhalt von Maurizio Michael, dem Kantonalparteipräsidenten der FDP, hinter sich. Der 55-jährige Unternehmer und ehemalige Gemeindepräsident von Castasegna ist ein weiterer Akteur im Spiel.
Und dann gibt es da noch Reto Bott, den jüngsten Kandidaten. Mit seinen gerade mal 24 Jahren bringt er frischen Wind in die Sache und möchte vor allem über Social Media eine neue Perspektive aufzeigen. Ein bisschen jugendlicher Idealismus schadet nicht, oder? Man darf gespannt sein, wie sich die verschiedenen Ansichten und Strategien in der Wahl am 14. Juni entfalten werden.
Wahlverfahren und politische Landschaft
Die Wahlen im Kanton Graubünden sind nicht nur ein Rennen um Persönlichkeiten, sondern auch um politische Machenschaften. Insgesamt werden am 14. Juni 120 Mitglieder des Grossen Rates und fünf Mitglieder des Regierungsrates gewählt. Die Sitze werden nach dem Verhältniswahlrecht verteilt, was bedeutet, dass jede Stimme zählt. Eine Sperrklausel von 3% sorgt dafür, dass nur ernsthafte Kandidaten einen Platz im Gremium erhalten. Der Wahlkreis Davos hat einen Sitz verloren, während Mesocco einen dazugewonnen hat – das zeigt, wie dynamisch die politische Landschaft im Kanton ist.
Spätestens beim zweiten Wahlgang am 16. August 2026 wird sich zeigen, wer die Nase vorn hat. Die Parteien sind in den Startlöchern, und die SVP geht geschlossen und motiviert ins Rennen. Roman Hug, Präsident der SVP Graubünden, hebt die Notwendigkeit einer starken bürgerlichen Stimme hervor. Da wird es spannend, wie die Wählerinnen und Wähler auf die verschiedenen Programme und Persönlichkeiten reagieren. Wer wird das Vertrauen der Bevölkerung gewinnen? Das Stimmengeplätscher wird bald beginnen, und die politische Bühne in Graubünden ist bereit für ein neues Kapitel.