Heute ist der 15.05.2026 und in Basel, der Stadt voller Leben und Geschichten, gibt es einen aktuellen Fall, der für Aufregung sorgt. Patrick Fischer, der ehemalige Nationaltrainer der Schweizer Eishockeymannschaft, wurde kürzlich aus seiner Position entlassen – und das wegen eines gefälschten Covid-19-Zertifikats. Unglaublich, oder? Es klingt fast wie aus einem Film, aber die Realität hat ihre eigenen Drehbücher.
Die Entlassung kam zu einem ungünstigen Zeitpunkt, denn die Eishockey-Weltmeisterschaft steht vor der Tür. Nur wenige Tage vor dem ersten Aufeinandertreffen der Nationalmannschaft gegen die USA am Freitagabend, wurde die Nachricht publik. Fischer hatte sich anscheinend während Dreharbeiten mit dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) in einem Moment der Unachtsamkeit über sein gefälschtes Zertifikat verplappert, welches er sogar für die Olympischen Spiele 2022 verwendet hatte. Ein echter Schock für viele, die ihm vertraut hatten.
Einblicke in die Ermittlungen
Die Luzerner Staatsanwaltschaft wurde erst 2023 auf Fischers Machenschaften aufmerksam. Der Stein ins Rollen kam, als das Gesundheitsamt Graubünden eine Anzeige einreichte. Bei den Ermittlungen stieß man auf einen gefälschten Praxisstempel einer deutschen Arztpraxis, der als Beweis für die Fälschungen diente. Lustigerweise gab es keine Razzia gegen einen Fälscherring, was zunächst vermutet wurde. Staatsanwalt Ulmi Stuppani stellte klar, dass keine kriminellen Organisationen in Graubünden bekannt seien, die mit gefälschten Zertifikaten handelten. Dennoch wurden einige Dutzend Personen aus der Region wegen ähnlicher Vergehen belangt.
Der Fall Fischer wurde an die Luzerner Staatsanwaltschaft weitergeleitet, da er dort wohnhaft ist. In der Zwischenzeit hat Jan Cadieux die Nachfolge als Nationaltrainer angetreten. Ein Umbruch, der sicher nicht nur bei den Spielern für neue Impulse sorgt, sondern auch für die Fans von großer Bedeutung ist.
Rechtliche Konsequenzen und die Bedeutung von Impfpass-Fälschung
Fälschungen von Impfpässen sind in der heutigen Zeit ein ernstes Thema. Die rechtlichen Folgen sind nicht zu unterschätzen. Die Urkundenfälschung, wie sie im § 267 StGB definiert ist, umfasst das Herstellen, Verfälschen und den Gebrauch unechter oder verfälschter Urkunden. Ein Impfpass wird rechtlich als Urkunde betrachtet, und die Fälschung kann bereits im Versuch strafbar sein. Wer sich in der Hoffnung auf einen Vorteil mit einem gefälschten Impfpass erwischt, könnte schnell in ernste Schwierigkeiten geraten.
Die Strafen variieren je nach Schwere des Falls. In der Regel werden Ersttäter mit Geldstrafen zwischen 30 und 90 Tagessätzen bestraft. Bei Wiederholungstätern drohen sogar Freiheitsstrafen, auch ohne Bewährung – eine erschreckende Aussicht, die man sich besser nicht selbst einhandelt. Im Fall von Patrick Fischer könnte die strafrechtliche Verfolgung noch lange nicht zu Ende sein, und die arbeitsrechtlichen Folgen – wie eine fristlose Kündigung – sind ebenfalls nicht zu unterschätzen.
Impfpässe wurden während der Corona-Pandemie zu einem Schlüssel für das Zurückgewinnen von Freiheiten. Besonders in Zeiten, in denen Reisen und Restaurantbesuche eingeschränkt waren, entstand ein regelrechter Schwarzmarkt für gefälschte Nachweise. Irgendwie tragisch, dass die Suche nach Freiheit zu einem solchen Dilemma führt. Die Ermittlungen zu solchen Fällen sind oft aufwendig und werden durch Datenabgleiche und Zeugenaussagen unterstützt.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation für Patrick Fischer weiterentwickelt. Die Schweizer Nationalmannschaft steht vor einer wichtigeren Herausforderung auf dem Eis, während die Schatten der Vergangenheit über den Aktivitäten des ehemaligen Trainers hängen. Die Welt des Eishockeys in der Schweiz könnte kaum aufregender sein – und kaum komplizierter.