Heute ist der 22.05.2026, und während ich hier in Glarus sitze, denke ich an die aktuellen Entwicklungen in der Welt der Sozialversicherungen. Die neu veröffentlichten Geschäftsberichte der Sozialversicherungen Glarus für das Jahr 2025 sind da – und sie bringen einige interessante Zahlen ans Licht. Mit einem Gesamtvolumen von 331’285’818 Franken zeigt sich eine Zunahme von 3.7% gegenüber dem Vorjahr. Das freut wohl die Verantwortlichen, besonders da die ausgerichteten Versicherungsleistungen auf 220’989’884 Franken gestiegen sind. Ein Blick auf die Versicherungsbeiträge verrät uns, dass diese im Jahr 2025 bei 110’295’934 Franken liegen, was im Vergleich zu 2024 nicht allzu weit entfernt ist. Die Frage bleibt: Wo geht’s hier hin?
Ein bemerkenswerter Punkt ist die AHV-Reform (AHV21), die eine schrittweise Erhöhung des ordentlichen Referenzalters für Frauen mit sich bringt. Die Frauen des Jahrgangs 1961 erreichen 2025 erstmals ein Referenzalter von 64 Jahren und 3 Monaten. Ziemlich spannend wird es ab dem Jahrgang 1964, wenn ein einheitliches Referenzalter von 65 Jahren für Frauen und Männer gilt. Diese Änderungen können für viele Frauen, die in dieser Übergangszeit stehen, große Auswirkungen haben.
Leistungen und Herausforderungen
Zusätzlich zu den allgemeinen Zahlen gibt es auch spezifische Programme, die für die Bevölkerung von Bedeutung sind. Die Ergänzungsleistungen (EL) richten sich an AHV/IV-Rentenbeziehende und helfen, den Lebensbedarf zu decken. Sie werden vom Bund und den Kantonen finanziert, was für viele eine Erleichterung darstellt. Auch die Überbrückungsleistungen (ÜL) für arbeitslose Personen über 60 Jahre sind zu nennen, die ebenfalls vollumfänglich vom Bund finanziert werden. Es ist gut zu wissen, dass es solche Unterstützungen gibt, besonders in schwierigen Lebenslagen.
Ein weiterer Aspekt, der nicht übersehen werden sollte, ist der Anstieg der IV-Rentenbezüger in allen Altersgruppen. Besonders auffällig ist der Anstieg bei den 18- bis 24-Jährigen und den 60- bis 64-Jährigen. Man könnte fast sagen, dass die Berichte von einem besorgniserregenden Trend zeugen, besonders wenn man bedenkt, dass 2024 bereits 50% der Rentenbezüger an psychischen Erkrankungen litten. Hier ist ein klarer Handlungsbedarf gegeben.
Digitale Neuerungen und Ausblick
Ab Februar 2026 wird das EO-Anmeldungsverfahren digital – das bedeutet einen Schritt in die Zukunft! Papierformulare werden nach und nach ersetzt, und der Start erfolgt mit den EO-Anmeldungen von «Jugend & Sport». Der Gedanke, dass Diensttage direkt im EO-Portal der Zentralen Ausgleichsstelle (ZAS) erfasst werden, klingt vielversprechend. Das könnte für viele eine Erleichterung sein, denn die Dienstleistenden können ihre Angaben online prüfen. Und die Ausgleichskasse holt sich automatisch die Lohndaten beim Arbeitgeber. Das klingt nach einer echten Vereinfachung für alle Beteiligten!
Außerdem stehen ab dem 1. Januar 2026 neue Beiträge und Familienzulagen an. Der Kanton Graubünden hebt die Familienzulagen um je zehn Franken pro Monat und Kind an. Das ist ein kleiner, aber feiner Schritt in die richtige Richtung. Man könnte sagen, dass die Unterstützung für Familien damit ein wenig aufgebessert wird – was ja nie schadet!
Und es gibt noch mehr: Die Einführung einer 13. Altersrente ab Dezember 2026 wird für viele Rentenbeziehende eine willkommene zusätzliche Unterstützung darstellen. Diese entspricht einem Zwölftel der jährlichen Altersrente und wird automatisch ausgezahlt, wenn im Dezember ein Anspruch auf eine Altersrente besteht. Praktisch, oder? So bleibt die Planung etwas entspannter.
Insgesamt wird klar, dass die Sozialversicherungen sich in einem ständigen Wandel befinden, mit neuen Herausforderungen und Chancen. Die Berichte zeigen, dass man sich den aktuellen Gegebenheiten anpassen muss – sei es durch Reformen oder durch digitale Lösungen. Man darf gespannt sein, wohin der Weg führt und wie sich die verschiedenen Programme weiterentwickeln werden. Es bleibt auf jeden Fall spannend im Bereich der Sozialversicherungen!