In der kleinen Gemeinde Gams, die idyllisch im Kanton Glarus liegt, sorgte ein unerwarteter Vorfall für Aufregung. In einem Schulzimmer wurde ein mutmaßliches Projektil entdeckt, das am Morgen des 21. April 2026 gemeldet wurde. Glücklicherweise gab es keine Verletzten, da der Vorfall vermutlich während der Frühlingsferien stattfand, als kein Schüler oder Lehrer im Schulhaus anwesend war. Die Notruf- und Einsatzleitzentrale erhielt die Meldung gegen 8 Uhr, nachdem das Projektil auf dem Boden des Schulzimmers sowie Schäden an einem Fenster und einem geschlossenen Rollladen festgestellt wurden.

Die Kantonspolizei St. Gallen rückte umgehend aus und stellte ein verformtes Projektil sowie die Sachschäden fest. Die Schätzungen der Schäden belaufen sich auf rund 3000 Franken. Bisher gibt es jedoch keine Hinweise auf eine Täterschaft, und die Ermittlungen der Polizei sind im Gange. Es bleibt abzuwarten, ob diese unangenehme Entdeckung in Gams nur ein Einzelfall ist oder ob es sich um ein größeres Problem handelt, das möglicherweise auch andere Schulen betrifft.

Ein Blick auf die Gewalt an Schulen

Die Situation in Gams wirft ein Licht auf die besorgniserregenden Entwicklungen im Bereich der Gewalt an Schulen. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) ist ein Anstieg der Gewalttaten an Schulen in Deutschland zu verzeichnen. Im Jahr 2024 wurden 28.760 Gewalttaten erfasst, was einen dramatischen Anstieg von 37,1 Prozent im Vergleich zu 2022 bedeutet. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von persönlichen und familiären Faktoren über Medienkonsum bis hin zu psychischen Belastungen. Besonders in Zeiten der Pandemie kam es zu sozialen Einschränkungen, die das Problem weiter verschärften.

In einer Umfrage berichten 47 Prozent der Lehrkräfte von Gewaltproblemen an ihrer Schule. Dies lässt sich auch in den Berichten über Vorfälle in anderen Regionen, wie etwa einem Amoktäter in Wuppertal, der im Februar 2025 vier Schüler verletzte, nachvollziehen. Die Sorgen um die Sicherheit an Schulen sind also nicht unbegründet. Es ist wichtig, die Entwicklungen genau zu beobachten und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit und das Wohlbefinden der Schüler und Lehrkräfte zu gewährleisten.