Heute ist der 21.06.2026 und in Glarus wird es Zeit, den Kampf gegen die invasiven Neophyten aufzunehmen! Diese ungebetenen Gäste aus fernen Ländern sind ein echtes Problem für die einheimische Flora und bedrohen die Biodiversität. Besonders betroffen sind Arten wie die Nordamerikanische Goldrute, der Sommerflieder, das Drüsige Springkraut und der Essigbaum. Einmal in der Gegend, verdrängen sie unsere heimischen Pflanzen und destabilisieren sogar die Ufer von Bächen. Das kann nicht nur die Natur aus dem Gleichgewicht bringen, sondern auch Schäden an unseren Bauwerken verursachen. Ja, so ungemütlich kann das alles werden!

Im Frühling, genauer gesagt im Frühsommer, ist der ideale Zeitpunkt, um aktiv zu werden. Bevor die Pflanzen ihre Samen verbreiten, sollten wir handeln! Im Glarnerland sind über 12 invasive Neophyten-Arten auf dem Radar. Es liegt an den Gemeinden und dem Kanton, auf öffentlichem Boden die Bekämpfung zu organisieren. Aber auch wir als Bürger können einen Beitrag leisten! Jeder Garten ist eine kleine Front im Kampf gegen diese Pflanzen. Wenn ihr also in euren Gärten invasive Arten entdeckt, zögert nicht, sie zu entfernen. Und hier kommt der praktische Teil:

Tipps zur Bekämpfung von Neophyten

Die Nordamerikanische Goldrute beispielsweise lässt sich am besten tief abscheiden oder ausreißen. Der Sommerflieder hingegen muss ganz ausgerissen oder die Blütenstände sollten vor der Samenreife abgeschnitten werden. Das Drüsige Springkraut – ein echter Überlebenskünstler – sollte im Juni mitsamt seinen Wurzeln entfernt werden. Und beim Essigbaum gilt: Jungpflanzen mit Wurzeln entfernen! Vorsicht ist geboten, denn falsches Absägen kann das Problem nur verschärfen. Übrigens, ausgerissene Pflanzenteile und Blütenstände gehören nicht auf den Gartenkompost! Die sichere Entsorgung erfolgt in der Kehrichtverbrennungsanlage. Und für alle, die sich mit dem Thema beschäftigen wollen: Gratis Neophytensäcke sind im Naturzentrum Glarnerland sowie bei der Gemeindeverwaltung erhältlich.

Aber nicht nur in Glarus haben wir mit Neophyten zu kämpfen. In Deutschland gibt es eine ganze Webseite, die sich mit diesen gebietsfremden Arten beschäftigt – die Plattform des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). Dort erfährt man nicht nur, was Neobiota sind, sondern auch, wie sie unsere Umwelt beeinflussen. Die Seite bietet eine Fülle an Informationen über die rechtlichen Grundlagen im Umgang mit invasiven Arten und gibt wertvolle Empfehlungen, wie man mit diesen Herausforderungen umgehen kann. Bei der Methodik der naturschutzfachlichen Invasivitätsbewertung (NIB) wird genau analysiert, welche Pflanzen, Tiere und Pilze als invasiv gelten. Eine Rubrik informiert sogar über eine „Unionsliste“, die invasive Arten von unionsweiter Bedeutung auflistet.

Die Gefahren, die von invasiven Neophyten ausgehen, sind unübersehbar. Sie verdrängen nicht nur die heimische Flora, sondern haben auch weitreichende Auswirkungen auf die gesamte biologische Vielfalt. Der Klimawandel verstärkt diese Problematik zusätzlich. Es ist also an der Zeit, dass wir alle aufstehen und gemeinsam für unsere Natur kämpfen. So können wir sicherstellen, dass unser Glarnerland auch weiterhin ein Ort der Vielfalt und Schönheit bleibt!

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