Es gibt Neuigkeiten aus dem Kanton Glarus, die für Aufregung sorgen! Michael Zahner und Hansruedi Freuler wurden als Gewinner eines Wettbewerbs ausgelost. Diese Herren dürfen sich auf ein feines gemeinsames Nachtessen freuen, und das Beste daran: Sie werden persönlich informiert. Man könnte fast sagen, ein kleiner Lichtblick in einem eher angespannten Wohnungsmarkt! Denn die rege Teilnahme am Wettbewerb zeigt, wie sehr die Themen Wohnungsfrage und Verkehrspolitik den Menschen hier am Herzen liegen.
Die Situation ist jedoch nicht rosig. Die Leerwohnungsquote in verschiedenen Regionen des Kantons ist alarmierend niedrig. In Glarus Nord liegt sie beispielsweise bei gerade einmal 0,09 %, in Glarus bei 1,4 % und in Glarus Süd bei 0,6 %. Wenn man bedenkt, dass eine Leerwohnungsquote von etwa 2 % als ausgeglichen gilt, wird deutlich, dass hier Handlungsbedarf besteht. Die glp sieht das genauso und fordert eine Stärkung des gemeinnützigen und genossenschaftlichen Wohnungsbaus. Durchschnittsmieten von rund CHF 1’200.– werden von der glp als nur bedingt realistisch angesehen. Hier stellt sich die Frage: Wo soll der ganze Wohnraum eigentlich herkommen?
Verkehrspolitik im Fokus
Aber nicht nur beim Wohnen gibt es Baustellen. Die HSR-Studie von 2018 hat 53 Problemstellen im Velonetz identifiziert. Von diesen konnten zwar rund 5 behoben werden, doch es sind auch neue Schwachstellen hinzugekommen. Das bedeutet, dass der Handlungsbedarf für ein sicheres und durchgängiges Velonetz weiterhin hoch bleibt. Die glp Glarus sieht auch hier dringenden politischen Handlungsbedarf.
Ehrlich gesagt, die Situation erinnert stark an die Herausforderungen, die in vielen Städten der Schweiz zu beobachten sind. Das Bevölkerungswachstum hat auch hier Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt. Eine aktuelle Studie zeigt, dass Ausländer häufiger mieten und weniger Wohnraum nutzen als Schweizer. Das führt dazu, dass der Stress bei der Wohnungssuche für viele zunimmt – hohe Preise und wenig Angebot sind mittlerweile fast überall ein bekanntes Bild. Und während in Genf das Zuwanderungssaldo den Wohnungsmarkt stark beeinflusst, kämpfen andere Regionen wie Glarus mit ähnlichen Problemen.
Ein Blick auf die Zahlen
<pIm zweiten Quartal 2025 lag die Zahl der Neubaubewilligungen für Einfamilienhäuser 4,7 % über dem Vorjahreswert, aber 10 % unter dem Zehnjahresmittel. Das lässt aufhorchen! Und das Angebot an Mietwohnungen stagniert – schweizweit waren rund 103'000 Mietwohnungen inseriert. In Glarus ist das Bild ähnlich, wenn man sich die Leerwohnungsziffern anschaut. Ausländische Haushalte wohnen hier im Durchschnitt in kleineren Wohnungen als Schweizer Haushalte, was die Dynamik auf dem Wohnungsmarkt zusätzlich anheizt.
Und das Bevölkerungswachstum hat einen direkten Einfluss auf die Preise: Ein Anstieg von 1 % erhöht die Preise für Einfamilienhäuser um 0,88 % und für Stockwerkeigentum sogar um 1,37 %. Die Angebotsmieten steigen ebenfalls um 1 %. Das ist eine Entwicklung, die nicht ignoriert werden kann!
Es ist klar, dass die Herausforderungen im Bereich Wohnen und Verkehr in Glarus nicht isoliert betrachtet werden können. Der Kanton steht vor der Aufgabe, Lösungen zu finden, die sowohl den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht werden als auch die infrastrukturellen Anforderungen berücksichtigen. Ein spannendes, aber auch herausforderndes Unterfangen für die politische Landschaft Glarus.