Glarnerinnen erobern Gold beim Torball-Ziger-Cup: Ein Fest der Inklusion und Teamgeist
In Glarus, wo sich die Natur mit den athletischen Ambitionen der Menschen vermischt, fand kürzlich der 10. Internationale Torball-Ziger-Cup statt. Ein Event, das nicht nur die besten Spieler aus der Schweiz und dem Ausland zusammenbrachte, sondern auch das Herz des Blindensports höher schlagen ließ. Die Atmosphäre war elektrisierend, und die Freude am Spiel war in der Luft zu spüren. Und wer hätte das gedacht – die Damenmannschaft von TB Glarus 11 setzte sich nach anfänglichen Schwierigkeiten durch und krönte sich mit dem Gold! Wie ein Phönix aus der Asche erblühten die Glarnerinnen und zeigten, dass sie auf dem Spielfeld nicht nur mithalten, sondern auch dominieren können.
Die Vorrunde war ein wahres Auf und Ab. Mit vier Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen schlossen sie als Zweitplatzierte ab, punktgleich mit Nizza, aber dank der besseren Tordifferenz waren sie besser positioniert. Im Halbfinale kamen sie dann richtig in Fahrt. Nizza führte zunächst 3:1, doch die Glarnerinnen glichen aus und kämpften sich bis zum Penaltyschießen. Larissa, die Heldin des Tages, verwandelte den entscheidenden Wurf. Und das Finale? Ein echter Schmaus! Mit einem 6:4 gegen die Damen des BSS Tirols holten sich die Glarnerinnen die Goldmedaille. Der Bergkristall bleibt also für ein Jahr in Glarus – ein Grund zum Feiern!
Ein aufregendes Rahmenprogramm
Die Eröffnungsfeier, die am Donnerstag um 17:30 Uhr in der Gonzen Kick Arena stattfand, setzte dem Ganzen die Krone auf. Regierungsrätin Bettina Surber gab sich die Ehre und sprach über die Bedeutung von Inklusion im Sport. Das Rahmenprogramm war nicht minder aufregend: Das Torballvillage bot Livemusik, ein Showdown-Turnier und viele Aktionen wie Tandemfahrten. Ein Highlight war auch der Galaabend mit einem dreigängigen Menü für alle Teilnehmer und Gäste – das war nicht nur eine Gaumenfreude, sondern auch eine wunderbare Gelegenheit, sich auszutauschen und neue Bekanntschaften zu schließen.
Die Herrenmannschaft von TB Glarus 11 hatte es hingegen schwerer. Nach einem holprigen Start und zwei Niederlagen gegen Nizza und Hasselt fanden sie zwar den Weg zurück ins Turnier mit zwei Siegen und einem Unentschieden gegen München, doch die folgenden drei Niederlagen ließen sie schließlich auf dem 9. Platz landen. Ein schwerer Gang, vor allem, weil sie nicht in Bestbesetzung antreten konnten und im Achtelfinale gegen LSDV Cluj aus Rumänien ausschieden. Trotz alledem war das Turnier mit 21 Teams aus 6 Nationen stark besetzt und bot spannende Spiele.
Ein faszinierender Sport
Torball selbst ist ein faszinierender Sport, der ganz auf das Gehör der Spieler angewiesen ist. Die Athleten tragen lichtundurchlässige Augenbinden und nutzen einen speziellen Ball, der mit Metallvorhangringen ausgestattet ist, um Geräusche zu erzeugen. Das Spielfeld misst 7×16 Meter, und der Ball muss ins gegnerische Tor geworfen werden, während das verteidigende Team versucht, ihn abzuwehren. Die Regeln sind einfach, aber die Umsetzung erfordert immense Konzentration und Teamarbeit. Die Schiedsrichter, Protokollanten und Torrichter sind stets im Einsatz, um ein faires Spiel zu gewährleisten. Es ist ein Sport, der die Sinne fordert und die Teilnehmer zusammenschweißt.
Der Erfolg der Damenmannschaft von TB Glarus 11 und die engagierte Teilnahme der Herren waren nur zwei Facetten eines großartigen Turniers, das die Verbundenheit und den Teamgeist im Blindensport zum Ausdruck brachte. OK-Präsident Markus Bonderer war sichtbar zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung und dem Engagement für den Blindensport. Ein Kompliment an alle Beteiligten, die diesen Anlass zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben. Das war mehr als nur ein Wettbewerb; es war ein Fest der Inklusion und der Freude am Sport!
