Am 5. Mai versammelten sich die Mitglieder des Gönnervereins Glarner Wirtschaftsarchiv im Hänggiturm in Schwanden. Präsidentin Jacqueline Jenny führte durch die Sitzung, in der sie auch drei Vorstandsmitglieder verabschiedete. Ein trauriger, aber auch dankbarer Moment, denn Jenny gedachte der verstorbenen Sibyll Kindlimann, die stets eine treue Unterstützerin des Vereins war. Ruth Meli, die seit 2011 im Vorstand war, sowie Karin Marti-Weissenbach, ein Gründungsmitglied seit 2004, traten zurück. Heini Hertach, der seit 2019 als Aktuar tätig war, wurde ebenfalls verabschiedet. Interimistisch wird Rolf Kamm seine Aufgaben übernehmen.
Ein Highlight des Vereinsjahres war die Veranstaltung „Kunst aus Glarner Häusern“ am 25. Oktober 2025. Die Auktion von Zeichnungen und Objekten war ein voller Erfolg und zog rund 70 Teilnehmende an. Der Gewinn von CHF 320.20 hat das Kapital des Gönnervereins auf stolze CHF 16’228.10 per 31.12.2025 erhöht. Inmitten all dieser erfreulichen Neuigkeiten stellte Madlaina Brugger, die wissenschaftliche Leiterin des Glarner Wirtschaftsarchivs, eine neue Dauerausstellung vor.
Neue Ausstellung im Glarner Wirtschaftsarchiv
Die Ausstellung mit dem Titel „Akten rein – Forschung raus“ wird die Industriekultur als Teil der Glarner Identität thematisieren. Sie ist für zehn Jahre geplant und wird interaktive Elemente enthalten – das klingt vielversprechend! Zudem wird bei der Planung die Barrierefreiheit für Menschen mit Mobilitäts- und Sehbehinderungen berücksichtigt. Die Finanzierung der noch offenen CHF 6’000 aus einem Budget von CHF 150’000 wird hoffentlich gesichert. Die Vernissage der Ausstellung ist für Januar 2027 angesetzt. Ein Datum, auf das man sich freuen kann!
In der Zwischenzeit gibt es auch andere spannende Veranstaltungen in Glarus. Am 16. Dezember 2025 wird im Kunsthaus Glarus eine Ausstellung über den Glarner Maler Jakob Wäch, insbesondere als Historienmaler, eröffnet. Und am 4. November 2025 findet eine Buchvernissage in der evangelisch-reformierten Kirche Schwanden statt, die nach acht Jahren Forschungsarbeit organisiert wird. Solche Initiativen beleben die Kultur und Geschichte der Region!
Das Glarner Wirtschaftsarchiv – mehr als nur ein Archiv
Das Glarner Wirtschaftsarchiv hat sich der frühen Industrialisierung des Kantons Glarus verschrieben. Es sammelt und bearbeitet Firmenarchive und präsentiert die Ergebnisse in der ehemaligen Textildruckerei Blumer in Schwanden. Der Fokus liegt auf der wirtschaftlichen Geschichte des Kantons, und die Ausstellungen decken eine Vielzahl von Themen ab, darunter die Entwicklung der Therma und das Glarner Fabrikgesetz. Auch die frühe Globalisierung und die heutigen globalen Produktionsinitiativen werden behandelt. Es ist spannend zu sehen, wie die Vergangenheit die Gegenwart beeinflusst!
Was für ein aufregendes Jahr für das Glarner Wirtschaftsarchiv und die kulturelle Landschaft in Glarus insgesamt! Die verschiedenen Veranstaltungen und Projekte zeigen das Engagement der Gemeinschaft für die Bewahrung und Förderung der regionalen Identität. Hier wird Geschichte lebendig – und das ist eine wunderbare Sache!